Projekt Igelrettung im Hort Flottkamp
Der Wunsch der Hortkinder war eindeutig: „Wir wollen ein Tierschutzprojekt!“
Daraus entstand das aktuelle Herzensprojekt im Flottkamp – die Rettung der kleinen Igel-Dame Rosi. Das Projekt verbindet praktischen Tierschutz, Umweltbildung und soziales Lernen und begleitet die Kinder bis heute.

Wie alles begann
Igeldame Rosi wurde um den 10. November in Henstedt-Ulzburg schwer verletzt aufgefunden. Der Verdacht: ein Angriff durch einen Hund. Sofort wurde sie zur Tierärztin Gisela Kröger gebracht, die die Erstversorgung übernahm und Rosi anschließend an eine erfahrene Igel-Pflegestelle vermittelte.
Ein neues, geschütztes Zuhause auf Zeit
Seitdem lebt Rosi bei Familie Hartwig in Kattendorf, die sie liebevoll pflegt. Mehrere Operationen waren nötig. Rosi lebt zwar weiterhin im Haus, allerdings bei deutlich kühleren Temperaturen mit geöffnetem Fenster, da sie mittlerweile glücklicherweise kräftig genug ist. Dadurch ist sie bereits sehr träge und befindet sich in einer Art Vorbereitungsphase auf den Winterschlaf.
Ein weiterer Pflegeigel: Speedy
Kurz vor Weihnachten ist ein weiterer Igel in die Pflegestelle der Familie Hartwig eingezogen: Speedy. Er wiegt noch sehr wenig und darf deshalb ebenfalls nicht in den Winterschlaf gehen. Da Igel während des Winterschlafs stark an Gewicht verlieren, würde Speedy diese Phase in seinem aktuellen Zustand nicht überstehen.
Speedy lebt daher im Haus bei Zimmertemperatur und wird regelmäßig gefüttert und untersucht. Er hält tagsüber und nachts immer wieder kleine Schläfchen, wird aber bewusst „wachgehalten“, um seine Entwicklung engmaschig begleiten zu können.
Der direkte Vergleich zwischen Rosi und Speedy zeigt den Kindern anschaulich, wie unterschiedlich die Bedürfnisse von Igeln je nach Gesundheitszustand und Gewicht sein können – und wie individuell Pflege und Tierschutz aussehen müssen.
Gemeinsam für den Tierschutz
Die Hortkinder bleiben in stetigem Austausch mit der Pflegestelle und verfolgen Rosis und Speedys Fortschritte mit großer Aufmerksamkeit. Parallel dazu ist das Thema Igel und Tierschutz fest im Hortalltag verankert. Die Kinder lernen unter anderem:
- welche Gefahren Igeln im Alltag drohen,
- wie man Igel im Winter unterstützen kann,
- wann ein Igel wirklich Hilfe braucht und
- warum fachkundige Pflegestellen und tierärztliche Versorgung so wichtig sind.
Das Projekt ist bewusst praxisnah angelegt und vermittelt den Kindern verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit heimischen Wildtieren.
Unterstützung & Spendenaufruf
Wir freuen uns sehr über die Unterstützung, die das Projekt bereits erhält:
- 100,- € anonyme Spende
- 100,- € von Runge-TSN GmbH, Kisdorf
- 100,- € von Elektro Ahrens Kaltenkirchen
- Ein großer Teil der tierärztlichen Leistungen und der Pflege wird zudem großzügig von Tierärztin Gisela Kröger und der Pflegestelle Hartwig übernommen.
Sie möchten uns bei der Igelrettung unterstützen? Jeder noch so kleine Beitrag hilft Rosi auf ihrem Weg der Genesung. Bitte geben Sie bei Ihrer Spende den Verwendungszweck „Flottkamp-Igelrettung“ an.
Ein besonderes Erlebnis zum Jahresabschluss: Besuch der Pflegestelle
Am 22. Dezember durften die Hortkinder Rosi persönlich in Kattendorf besuchen – ein ganz besonderer und unvergesslicher Tag für alle Beteiligten.
Die Kinder konnten Rosi live kennenlernen, sie vorsichtig berühren und sogar gemeinsam wiegen. Besonders spannend war der Einblick in Rosis Krankenakte: Die Pflegestelle erklärte kindgerecht, warum bestimmte Untersuchungen, Operationen und Behandlungen notwendig waren und wie diese zur Genesung beitragen.
Dieser Besuch machte das Projekt für die Kinder besonders greifbar und zeigte eindrucksvoll, wie praktischer Tierschutz aussieht.
Als Dankeschön überreichte der Hort der Familie Hartwig ein Geschenk:
Ein selbstgebautes Igelhaus für den weiteren Pflegeigel „Speedy“, da Rosi bereits ein eigenes Igelhaus besitzt. Zusätzlich brachten die Kinder getrocknete Mehlwürmer und Katzenfutter mit.
Patenschaft, Stolz und Nachhaltigkeit
Während des gesamten Projekts übernahmen die Kinder symbolisch eine Patenschaft für Rosi. Sie waren stolz darauf, Verantwortung zu tragen, und konnten den Verlauf der Pflege aktiv mitverfolgen. Auch die Eltern wurden regelmäßig informiert und konnten die Entwicklung nachvollziehen.
Durch den kontinuierlichen Austausch mit der Pflegestelle, die praxisnahen Einblicke und die direkte Begegnung mit Rosi und Speedy ist ein vorbildliches Tierschutzprojekt entstanden, das weit über reine Wissensvermittlung hinausgeht. Das Projekt zeigt, wie frühzeitige Umweltbildung, Empathie und Engagement nachhaltig wirken können.















