Pädagogische Konzeption zur Einrichtung
einer Offenen Ganztagsschule
Grundschule Alter Landweg
Vorwort
Das vorliegende Pädagogische Konzept zur Einrichtung einer Offenen Ganztagsgrundschule an der Grundschule Alter Landweg ist Bestandteil unseres Schulprofils. Es ist vorgesehen, dass das Schulprofil (inkl. der Leitgedanken der Schule) unter Berücksichtigung des vorliegenden pädagogischen Konzeptes für die Offene Ganztagsschule langfristig weiterentwickelt wird.
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit werden die Bezeichnungen Lehrer, Pädagogen, Fachkräfte im Ganztag, Schüler und Kollegen usw. für alle Geschlechter verwendet, ohne dass damit eine Bevorzugung oder ein Zurücksetzen eines Geschlechts verbunden werden soll.
Einleitung
Die Betreuung der Grundschulkinder an den drei öffentlichen Grundschulen in Kaltenkirchen erfolgte in der Vergangenheit über das Hortangebot der Tausendfüßler Stiftung. Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Betreuungsplätzen und des landesweit spürbaren Fachkräftemangels wurde dieses Angebot zum 01.08.2024 an zwei Schulstandorten um ein schulisches Betreuungsangebot in der Primarstufe nach der Richtlinie „Ganztag und Betreuung“ ergänzt.
Die Stadt Kaltenkirchen und der Schulverband Kaltenkirchen verfolgen gemeinsam mit ihren drei Grundschulen das Ziel, diese zum 01.08.2026 zu Offenen Ganztagsgrundschulen (OGGS) weiterzuentwickeln. Ab diesem Zeitpunkt soll für alle Kinder der Primarstufe ein flächendeckendes Ganztagsangebot bereitstehen, das Bildung, Betreuung und Förderung unter einem Dach vereint.
Unser Standort startet mit dem OGGS-Angebot zum Schuljahr 2026/27.
Im folgenden Konzept stellen wir zunächst die Ziele des Ganztags und in der Folge den Leitgedanken unserer Schule vor. Er ist fest im Schulprofil verankert und prägt unser tägliches Miteinander. Das Konzept verstehen wir als lebendiges Arbeitsinstrument, das jährlich in den zuständigen Arbeits- und Steuerungsgruppen evaluiert und weiterentwickelt wird – in enger Zusammenarbeit mit Eltern, Kindern, Lehrkräften und der Tausendfüßler Stiftung als Träger des Ganztags.
Ziel des Ganztags
Bei uns steht das Kind im Mittelpunkt. Gemeinsam gestalten wir eine liebevolle und kindgerechte Lern- und Betreuungsumgebung, in der sich jedes Kind wohl und angenommen fühlen soll. Die Ganztagsangebote sind so gestaltet, dass sie die Neugier und die individuellen Interessen der Kinder aufgreifen und fördern.
In enger Zusammenarbeit aller an Schule tätigen Personen entwickeln wir stetig ein vielseitiges Bildungs- und Betreuungsangebot, das die Kinder in ihrer persönlichen Entwicklung begleitet und stärkt. Dabei achten wir auf eine vertrauensvolle Atmosphäre, in der Lernen mit Freude und Wertschätzung gelingt.
Was uns wichtig ist:
- Ganzheitliche Förderung: Unsere Nachmittagsangebote stärken die Persönlichkeit der Kinder und fördern ihre sozialen, kreativen und emotionalen Fähigkeiten.
- Freispiel als Lernform: Kinder brauchen Zeit und Raum, um frei zu spielen. Wir schaffen Gelegenheiten für selbstbestimmte Spiel- und Lernprozesse, die ihre Fantasie und Selbstständigkeit fördern.
- Vielfältige Angebote: Ob kreativ, musikalisch oder handwerklich – unsere Arbeitsgemeinschaften außerhalb des Schulunterrichtes bieten für jedes Kind etwas Passendes und laden zum Mitmachen ein.
- Flexible Gestaltung: Wir berücksichtigen die unterschiedlichen Lebenssituationen der Familien und gestalten unsere Angebote so, dass sie gut in den Alltag der Familien passen.
- Rhythmus im Alltag: Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Lernphasen und freien Zeiten hilft den Kindern, sich wohlzufühlen und mit Freude zu lernen.
Leitgedanke der Grundschule Alter Landweg
Unsere Grundschule ist ein Ort des gemeinsamen Lernens, an dem sich alle Kinder sicher, wohl und wertgeschätzt fühlen sollen. Wir setzen uns dafür ein, dass jedes Kind – unabhängig von Herkunft oder sozialem Hintergrund – die bestmöglichen Chancen erhält, seine Potenziale zu entfalten, erfolgreich zu lernen und sich als Teil einer starken Gemeinschaft zu erleben. Seit dem 1. August 2024 sind wir Teil des Startchancenprogramms.
Im Schuljahr 2024/25 haben wir uns auf den Weg gemacht, einen Lern- und Arbeitsrahmen zu schaffen, der den individuellen Bedürfnissen aller Kinder gerecht wird. Dabei leitet uns eine zentrale Frage: Was brauchen Kinder, um sich zu entfalten, zu lernen und sich in der Welt zurechtzufinden?
Wir wissen: Kinder sind verschieden – und genau darin liegt unsere gemeinsame Aufgabe und Stärke. Eine Schule, die Unterschiedlichkeit anerkennt und aktiv damit umgeht, schafft nicht nur Bildungsgerechtigkeit, sondern befähigt junge Menschen dazu, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen und sich aktiv an unserer demokratischen Gesellschaft zu beteiligen. Unser pädagogisches Handeln beruht auf drei strategischen Bildungszielen, die uns in der täglichen Arbeit leiten:
- Leistungs- und Kompetenzentwicklung
- Chancengerechtigkeit
- Wohlbefinden und Persönlichkeitsentwicklung
Diese Ziele bilden das Fundament unserer Schul- und Unterrichtsentwicklung. Denn was zählt, ist die Wirkung auf unsere Schülerinnen und Schüler – und der Erfolg jedes einzelnen Kindes.
Wir tragen alle gemeinsam dazu bei, dass unsere Schule ein Ort bleibt, an dem Lernen gelingt, in dem wir respektvoll, freundlich und verantwortungsvoll miteinander umgehen, das Eigentum aller achten und eine Kultur des Miteinanders leben.
Umsetzung der Leitgedanken im Nachmittagsangebot
Die aufgeführten Leitgedanken spiegeln sich auch im Nachmittagsangebot wider. Folgende Ergänzungen in Bezug auf die Einrichtung einer Offenen Ganztagsschule möchten wir zu den Leitgedanken anführen:
- Gestaltung einer kindorientierten Lebenswelt zur Förderung der Lernfreude im Vor- und Nachmittag
- Vernetzung von Vor- und Nachmittag durch regelmäßigen Austausch
- Erschaffung kreativer Lernbedingungen im Nachmittagsbereich
- Angebotsvielfalte in der Gestaltung des Nachmittags mit Hilfe unterschiedlicher Kooperationspartner
- Durchführung von traditionellen Veranstaltungen mit Kindern, Eltern und dem Personal des Offenen Ganztages – gemeinsame Organisation und Durchführung
- einheitliche Schulregeln für den gesamten Tag
- jahrgangsübergreifende Nachmittagsangebote
- konstruktive Zusammenarbeit mit Koordination sowie mit der Schulsozialarbeit
- Partizipation der Schüler bei der Wahl ihrer Nachmittagsangebote
Darüber hinaus werden bewährte Strukturen aus dem Vor- und Nachmittag in den Offenen Ganztag übertragen und dort integriert. Besonders vorteilhaft ist, dass die Werte und die Haltung der Schule mit denen der Tausendfüßler Stiftung im Umgang mit Grundschulkindern und Familien übereinstimmen. Auf dieser Basis wird bereits seit vielen Jahren eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Sinne unserer Familien praktiziert:
Freundlichkeit
Wir begegnen allen Menschen mit Freundlichkeit, Respekt und Wertschätzung. Unser Verhalten ist offen, einladend und zugewandt. Wir leben unsere Werte bewusst – dazu gehören Toleranz, Empathie, Verantwortungsbewusstsein, Engagement und Nachhaltigkeit.
Beteiligung
Alle Beteiligten werden partnerschaftlich einbezogen. Ihre Mitwirkung ist ausdrücklich erwünscht und wird aktiv gefördert. Wir schaffen Räume für Austausch, Beteiligung und gemeinsames Gestalten.
Integration
Unser Angebot steht allen Kindern offen – unabhängig von kultureller Herkunft, Sprache oder sozialem Hintergrund. Wir bieten integrative Angebote, die Vielfalt als Stärke begreifen und Teilhabe für alle ermöglichen.
Familienorientierung
Kinder und ihre Familien betrachten wir im Kontext ihrer individuellen Lebens-geschichten sowie ihrer sozialen und emotionalen Lebenswelten. Die aktive Unterstützung von Familien ist ein zentrales Anliegen unserer Arbeit.
Bedarfsorientierung
Unser Leistungsangebot richtet sich nach der Lebensrealität von Familien. Wir greifen die Wünsche und Interessen von Eltern und Kindern konkret auf und entwickeln daraus praxisnahe Angebote. Die Bedürfnisse der Kinder stehen dabei stets im Mittelpunkt und sind Maßstab für den Erfolg unserer Arbeit.
Lernfreude
Die natürliche Neugier der Kinder ist unser Vorbild. Mit Engagement begleiten wir die täglichen Lernprozesse. Fehler verstehen wir als wertvolle Lernchancen. Gemeinsam neue Wege zu entdecken und zu gehen, motiviert uns und stärkt unser Vertrauen in die pädagogische Zusammenarbeit.
Partnerschaft
Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aller an Schule tätigen Personen ist für uns unerlässlich, um die Lebenswelt der Kinder positiv mitzugestalten. Schule, Träger des Ganztags und andere außerschulische Kooperationspartner arbeiten bei uns auf Augenhöhe, partnerschaftlich und konstruktiv zusammen.
Zusammenarbeit an unserer Schule - Hand in Hand für ganzheitliche Bildung
Ein gelingendes Schulleben braucht Vertrauen, Austausch und Zusammenarbeit. Deshalb legen wir großen Wert auf eine enge und verlässliche Kooperation zwischen Lehrkräften, Fachkräften des Ganztags und weiteren schulischen Partnern. Die enge Verbindung von Schulvormittag und Schulnachmittag schafft einen gemeinsamen Lern- und Erfahrungsraum, in dem ein starkes „Wir-Gefühl“ entstehen kann.
Damit die Verzahnung von Schulvor- und -nachmittag gelingt, ist ein kontinuierlicher fachlicher Austausch unerlässlich. Nur durch enge Zusammenarbeit können wir Kinder wirksam in ihrer Persönlichkeitsentwicklung, ihrer Lernmotivation und ihrer sozialen Kompetenz unterstützen.
Die Kooperationsvereinbarung zwischen Schulvor- und -nachmittag bildet hierbei die Grundlage für eine verlässliche Zusammenarbeit. Sie schafft klare Strukturen und regelt die jeweiligen Zuständigkeiten. Im Mittelpunkt steht die Abstimmung zwischen Schulleitung, Lehrkräften, pädagogischen Fachkräften und dem Träger des Nachmittags, um die Angebote des Ganztags mit dem Schulprofil zu verzahnen und eine einheitliche pädagogische Haltung sicherzustellen.
Arbeitsgespräche, Steuerungsgruppen und Konferenzen: Das schulinterne Gremium, bestehend aus Schulleitung, SEB Vorsitz und einer Vertretung für das Kollegium sowie OGGS-Fachkräfte, tauschen sich zwei Mal jährlich, vor den Schulkonferenzen, über gemeinsame Themen aus dem Schulalltag aus und gestalten so ein abgestimmtes Miteinander.
Kontinuierlicher Austausch auf Leitungsebene: Ein regelmäßiger Dialog zwischen Schulleitung und OGGS-Teamleitung ermöglicht eine zeitnahe Abstimmung wichtiger Ereignisse. Bei Bedarf wird auch der Träger des Ganztags eingebunden.
Jährliche Strategiedialoge: Schulträger, Schulleitung und Träger des Ganztags kommen einmal jährlich zu einem gemeinsamen Arbeitsgespräch zusammen, um die OGGS zu reflektieren und aus verschiedenen Perspektiven weiterzuentwickeln.
Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit: Für die individuelle Förderung der Kinder arbeiten pädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte eng mit der Schulsozialarbeit zusammen. Besonders bei Kindern mit erhöhtem Unterstützungsbedarf ist ein kontinuierlicher Austausch von großer Bedeutung. Beobachtungen aus dem Schul- und Nachmittagsbereich ermöglichen eine umfassende Einschätzung der kindlichen Situation und bilden die Basis für gemeinsame Lösungswege.
Zusammenarbeit mit Eltern und Familien: Eine gute Kommunikation und der Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung zwischen Schule und Familie sind Voraussetzung für eine enge Verzahnung von institutioneller Erziehung und Familienerziehung. Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte und Familien müssen sich für diesen wechselseitigen Prozess öffnen und sich mit einer qualifizierten Form der Familienzusammenarbeit auseinandersetzen. Wir verstehen eine Offene Ganztagsschule auch als „Ort für Familien“. Eltern haben viele Möglichkeiten, mit Schule in Kontakt zu treten. Dazu gehören Elternveranstaltungen, persönliche Gespräche, E-Mailverkehr sowie die Webseiten der Schule und der Tausendfüßler Stiftung. Diese Kommunikationswege fördern den offenen Dialog, den Austausch von Informationen und die Klärung individueller Anliegen.
Rhythmisierung und Regeln
Ein klar strukturierter Tagesablauf mit festen Rhythmen und allgemein geltenden Regeln ist für Kinder von zentraler Bedeutung. Er bietet ihnen Orientierung, Sicherheit und emotionale Stabilität – insbesondere in einer Lebenswelt, die für viele zunehmend von Unbeständigkeit geprägt ist. Gerade deshalb legen wir bei uns an der Grundschule Alter Landweg großen Wert auf Verlässlichkeit – sowohl am Vormittag im Unterricht- als auch am Nachmittag in der Betreuung. Wiederkehrende Rituale, feste Strukturen und transparente Abläufe schaffen einen Rahmen, in dem sich Kinder gut zurechtfinden und vertrauensvoll entfalten können. Sie wissen, was sie erwartet, welche Regeln gelten und wie sie sich im Schulalltag bewegen können. Diese Klarheit stärkt ihr Selbstvertrauen und fördert ihre Selbstständigkeit.
Am Nachmittag gestalten wir die unterrichtsfreie Zeit bewusst so, dass er sowohl Halt als auch Freiraum bietet. Die Kinder erleben eine verlässliche Tagesstruktur, die ihnen Sicherheit gibt, aber gleichzeitig Raum lässt für individuelle Interessen, Bedürfnisse und kreative Impulse. Dabei achten wir darauf, dass Übergänge zwischen Unterricht und Nachmittagsbetreuung fließend und kindgerecht gestaltet sind. Viele unserer Kinder erleben außerhalb der Schule wenig Kontinuität und Orientierung. Umso wichtiger ist es uns, ihnen im schulischen Alltag ein stabiles Umfeld zu bieten, das durch klare Regeln, feste Bezugspersonen und verlässliche Abläufe geprägt ist.
Der Tag beginnt mit der Frühbetreuung ab 7:00 Uhr. Hier haben die Kinder die Möglichkeit, in ruhiger Atmosphäre anzukommen, sich zu orientieren und erste soziale Kontakte zu knüpfen. Zwischen 7:40 und 8:00 Uhr findet das gemeinsame Ankommen statt – eine wichtige Phase, in der die Kinder sich auf den bevorstehenden Schultag einstellen können.
Ab 8:00 Uhr startet das Leseband, ein fest integrierter Bestandteil zur Förderung der Lesekompetenz. Im Anschluss folgen die Unterrichtsstunden in einem klar gegliederten Zeitraster:
- 8:20 – 9:15 Uhr: 1. und 2. Schulstunde
- 9:15 – 9:30 Uhr: Gemeinsame Frühstückspause
- 9:30 – 9:50 Uhr: Große Pause
- 9:50 – 10:35 Uhr: 3. Schulstunde
- 10:35 – 10:40 Uhr: Kleine Pause
- 10:40 – 11:25 Uhr: 4. Schulstunde
- 11:25 – 11:45 Uhr: Große Pause
- 11:45 – 12:30 Uhr: 5. Schulstunde
- 12:30 – 12:35 Uhr: Kleine Pause
- 12:35 – 13:20 Uhr: 6. Schulstunde
Nach dem Schulunterricht beginnt der Ganztagsbereich, der von der Tausendfüßler Stiftung getragen wird. Alle Kinder nehmen zwischen 12:30 Uhr und 14:15 Uhr am Mittagessen teil – eine wichtige Zeit für Erholung, Austausch und gemeinschaftliches Erleben. Die Mahlzeiten werden in ruhiger Atmosphäre eingenommen und pädagogisch begleitet.
Ab 14:00 Uhr starten die Arbeitsgemeinschaften, die freiwillig aufgesucht werden können und bis spätestens 16:00 Uhr stattfinden.
Zwischen dem Unterrichtsschluss und den Nachmittagsangeboten sowie im Anschluss daran haben die Kinder ausreichend Zeit für Freispiel, das sie selbstbestimmt gestalten können. Diese Phasen sind wichtig für die Erholung, das soziale Lernen und die individuelle Entfaltung.
Der strukturierte Tagesablauf schafft eine verlässliche Umgebung, in der sich Kinder sicher und geborgen fühlen. Gleichzeitig bietet er genügend Freiräume, um eigene Interessen zu verfolgen und soziale Beziehungen zu pflegen. So entsteht ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Orientierung und Selbstbestimmung – eine zentrale Grundlage für gelingende Bildungsprozesse im Ganztag.
Die Betreuung an der Grundschule Alter Landweg ist ausschließlich an fünf Tagen in der Woche möglich sowohl vor als auch nach dem Unterricht:
- Frühbetreuung: 7:00 Uhr.- 8:00 Uhr
- Nachmittagsbetreuung: bis wahlweise 14:00 Uhr, 15:00 Uhr, 16:00 Uhr oder 17:00 Uhr
Diese flexiblen Zeitfenster ermöglichen eine bedarfsgerechte Betreuung und unterstützen Familien bei der Vereinbarkeit von Schule und Beruf. Die Kinder erleben dabei eine verlässliche Tagesstruktur mit festen Bezugspersonen und altersgerechten Angeboten – eingebettet in ein Umfeld, das Sicherheit und Freiraum gleichermaßen bietet.
Mittagessen - Ernährung, Verantwortung und Gemeinschaft im Schulalltag
Die Gestaltung der Essenssituation ist für uns weit mehr als reine Nahrungsaufnahme. Sie ist ein zentraler Bestandteil des pädagogischen Alltags und bietet vielfältige Lern- und Erfahrungsräume. Unser Ziel ist es, dass Kinder ein gesundes, positives und selbstbestimmtes Verhältnis zum Essen entwickeln – mit Freude, Achtsamkeit und im sozialen Miteinander.
Wir achten auf eine ausgewogene Auswahl an Lebensmitteln, eine ruhige und wertschätzende Atmosphäre sowie auf gezielte Elemente der Ernährungsbildung. Dabei berücksichtigen wir die individuellen Bedürfnisse der Kinder und schaffen Rahmenbedingungen, die ein nachhaltiges Essverhalten fördern.
Unser Mittagsangebot orientiert sich an den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Die frischen, kindgerechten Speisen werden täglich von einem externen Caterer geliefert, der unter anderem eine DGE-zertifizierte Menülinie sowie Bio-Produkte anbietet. Alternativ können Eltern ihrem Kind eine gesunde Mahlzeit von zuhause mitgeben.
Auch ein gesundes Snackangebot am Nachmittag kann mitgebracht werden. Die Kinder haben jederzeit Zugang zu ungesüßten Getränken.
Das Frühstück in den Ferien bringen die Kinder von zuhause mit. Auch hier legen wir Wert auf eine gesunde Auswahl und stehen bei Bedarf im Austausch mit den Eltern, um individuelle Bedürfnisse und Ernährungsgewohnheiten zu berücksichtigen.
Kindgerechtes Mittagessen – mitgestalten, genießen, lernen
Das warme Mittagessen ist für Eltern freiwillig über den externen Caterer buchbar. Alternativ sollen die Kinder eine gesunde Mahlzeit von zu Hause mitbringen. Die Teilnahme am Mittagessen erfolgt verbindlich innerhalb eines festgelegten Zeitrahmens.
Dabei haben die Kinder Mitbestimmungsmöglichkeiten:
- Sie entscheiden, wann sie essen möchten, mit wem sie zusammensitzen und wie viel Zeit sie sich nehmen.
- Die Portionen wählen sie eigenständig – niemand wird zum Aufessen gedrängt.
- Das Decken und Abräumen ihres Platzes übernehmen sie selbstständig.
Die pädagogischen Fachkräfte begleiten die Mahlzeiten und fördern eine respektvolle, kindgerechte Esskultur. Im Mittelpunkt steht nicht nur die gesunde Ernährung, sondern auch:
- die Entwicklung sozialer Kompetenzen,
- die Übernahme von Verantwortung,
- und das gemeinsame Erleben als Teil des pädagogischen Alltags.
Wir möchten, dass Kinder sich beim Essen wohlfühlen, ihre Bedürfnisse wahrnehmen und lernen, achtsam mit sich und anderen umzugehen. Denn gemeinsames Essen bedeutet auch gemeinsames Wachsen.
Lernzeiten - Selbstständigkeit fördern, Verantwortung stärken
Seit dem Schuljahr 2025/26 sind an der Grundschule Alter Landweg verbindliche Lernzeiten fester Bestandteil des Stundenplans. Sie finden zweimal pro Woche statt und sind als regulärer Unterricht ausgewiesen. Die Lernzeiten bieten den Kindern die Möglichkeit, selbstständiges Lernen gezielt zu erproben und weiterzuentwickeln.
In ritualisierten Abläufen arbeiten die Kinder an Wiederholungsaufgaben, nutzen Freiarbeitsmaterialien oder bearbeiten Inhalte weiter, die im Unterricht nicht vollständig abgeschlossen werden konnten. Die Lernzeit ist dabei nicht nur eine Phase des Übens, sondern auch ein Raum für Reflexion: Am Ende jeder Einheit betrachten die Kinder ihre Arbeitsergebnisse, reflektieren ihren Lernprozess und erhalten eine gezielte Rückmeldung durch die Lehrkraft.
Die Lernzeiten werden von Lehrkräften verantwortet und durchgeführt. Ergänzend unterstützen Mitarbeitende der Betreuung im Rahmen einer schulischen Kooperation die Kinder klassenbezogen in ihrem Lernprozess. So stehen in jeder Gruppe in der Regel mindestens zwei pädagogische Fachpersonen zur Verfügung. Diese enge Begleitung ermöglicht eine individuelle Förderung und Forderung – orientiert an den jeweiligen Stärken, Interessen und Lernbedarfen der Kinder.
Trotz der festen Verankerung im Schulalltag ersetzen die Lernzeiten nicht vollständig die häuslichen Aufgaben. Das regelmäßige Üben zu Hause – etwa durch gemeinsames Lesen, Kopfrechnen oder das Wiederholen von Unterrichtsinhalten – bleibt weiterhin eine wichtige Aufgabe der Familien. Unser Ziel ist es, die Kinder schrittweise zu einem eigenverantwortlichen Umgang mit ihrem Lernstoff zu befähigen und ihre Selbstlernkompetenz nachhaltig zu stärken.
Für den Fall, dass ein Kind krankheitsbedingt nicht am Unterricht teilnehmen kann, steht im Eingangsbereich der Schule ein Hausaufgabenregal zur Verfügung. Jede Klasse hat dort ein eigenes Fach, in dem die Aufgaben für den jeweiligen Tag hinterlegt werden. Ab 13:30 Uhr können die Materialien abgeholt werden, sodass der versäumte Unterrichtsstoff zeitnah nachgearbeitet werden kann.
Gestaltung weiterer Nachmittagsangebote
Wir bieten Kindern ein ganzheitliches Betreuungs-, Bildungs- und Förderangebot, das über den regulären Unterricht hinausgeht. Aus unserer Sicht ist es entscheidend, dass diese Angebote flexibel und offen gestaltet sind und sich an den Bedürfnissen der Kinder sowie der Schule orientieren.
Durch vielfältige, bedarfsorientierte Projekte, Arbeitsgemeinschaften, die um wichtige Elemente wie Freispiel, Mittagsverpflegung und Lernzeiten ergänzt werden, gestalten wir neben dem Unterricht ein abwechslungsreiches und altersgerechtes Nachmittagsangebot, das die Kinder in ihrer Entwicklung bestmöglich unterstützt.
Arbeitsgemeinschaften – entdecken, mitmachen, wachsen
Am Nachmittag bieten wir vielfältige Arbeitsgemeinschaften, die sich an den Interessen und Talenten der Kinder orientieren. Unsere Arbeitsgemeinschaften finden im Rahmen des Betreuungsangebots vor oder nach dem Unterricht statt und können von den Kindern freiwillig gewählt und besucht werden. Sie werden entweder von uns angeleitet oder, ganz im Sinne der Partizipation, von Kindern für Kinder organisiert. Als fester Bestandteil des Betreuungsalltags ergänzen sie das freie Spiel auf wertvolle Weise.
Erste Überlegungen zu ergänzenden Kursangeboten bestehen bereits. Perspektivisch sollen diese als zusätzliche Bausteine in das reguläre Betreuungsprogramm des Schulalltags integriert werden.
In Kooperation mit externen Partnern könnten die Kinder Zugang zu vielfältigen und spannenden Aktivitäten aus unterschiedlichen Bereichen erhalten. Erfahrungen aus dem Ganztagsangebot weiterführender Schulen zeigen, dass erfolgreiche Kooperationen bereits mit Sportvereinen oder kulturellen Einrichtungen bestehen. Die Anmeldung zu den Kursen erfolgt dort in der Regel verbindlich für ein Schulhalbjahr.
Die thematische Vielfalt unserer bisherigen Angebote eröffnet den Kindern spielerische Zugänge zu Bildungsinhalten und unterstützt ihre individuelle Entwicklung. Die Aktivitäten fördern Kreativität, Bewegung, soziale Kompetenzen und persönliche Interessen.
Unsere Angebote variieren und umfassen unter anderem:
- Sport und Bewegung: Fußball, Hockey, Basketball
- Tanz und Rhythmik: Kinderturnen, Cheerleading
- Natur und Umwelt: Naturentdecker, Experimente
- Kreatives Gestalten: Kochen und Backen, Basteln und Werken
- Musik und Bühne: Musical/Theater
- Denken und Entspannen: Schach, Entspannung
Die Attraktivität dieser Angebote beruht auf drei zentralen Säulen:
- der fachlichen Kompetenz unserer Ganztagsfachkräfte,
- der verlässlichen Zusammenarbeit mit externen Partnern,
- und der aktiven Mitgestaltung durch die Kinder selbst.
Freispiel – Raum für Entfaltung und Bildung
Bildung beginnt mit Neugier, innerer Motivation und dem Wunsch, die Welt zu entdecken. Deshalb hat das Freispiel einen festen Platz und einen hohen pädagogischen Stellenwert, unabhängig vom Wetter oder vom Ort.
Im Freispiel entscheiden die Kinder selbstbestimmt, was sie spielen möchten, wo sie spielen und mit wem. Diese freie Zeit fördert nicht nur Kreativität und Fantasie, sondern auch soziale Kompetenzen, Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Ob drinnen oder draußen – das Spiel bietet vielfältige Möglichkeiten, sich auszuprobieren, Beziehungen zu gestalten und eigene Ideen umzusetzen.
Wir begleiten das Freispiel aufmerksam und wertschätzend. Wir verstehen es als bedeutenden Bildungsraum, der den Schulalltag sinnvoll ergänzt und den Kindern wichtige Erfahrungen ermöglicht. Dabei geben wir Impulse, beobachten Entwicklungsprozesse und sorgen für eine sichere und anregende Umgebung.
Freispiel ist für uns mehr als nur Freizeit. Es ist ein lebendiger Bestandteil kindlicher Bildung.
Ganzjährig für Familien da – auch in den Ferien
Unsere durchgehende und verlässliche Ferienbetreuung für alle angemeldeten Kinder der OGGS findet ganzjährig statt – ausgenommen sind frühzeitig angekündigte Fortbildungstage sowie die Zeit zwischen Weihnachten und der ersten Januarwoche. Sie bietet berufstätigen Eltern eine spürbare Entlastung und die Sicherheit, dass ihre Kinder gut betreut sind und die Ferien mit Freude, Spiel und spannenden Aktivitäten verbringen.
Unsere angehenden Erstklässlerinnen und Erstklässler können das schulische Ganztags- und Betreuungsangebot bereits ab dem 1. August – und damit noch vor der offiziellen Einschulung – in den Sommerferien nutzen. Dadurch wird auch die sogenannte Augustlücke geschlossen, die nach dem regulären Ende der Kita-Betreuungszeit zum 31. Juli entsteht.
Gleichzeitig bietet dieses vorgezogene Betreuungsangebot die Möglichkeit, die Eingewöhnung in die Schule schrittweise zu gestalten. Die Kinder lernen das Schulgelände, die pädagogischen Fachkräfte, erste Abläufe sowie die neue soziale Umgebung bereits vor dem ersten Schultag kennen. Dies reduziert Übergangsbelastungen, stärkt das Sicherheitsgefühl der Kinder und erleichtert den Start in den schulischen Alltag nachhaltig.
Die schulfreie Zeit ohne Unterricht und Hausaufgaben schafft Raum für freies Spiel, kreative Entfaltung und gemeinsame Erlebnisse. Die Ferien werden intensiv genutzt, um ein abwechslungsreiches und altersgerechtes Programm zu gestalten, das Freude bereitet und neue Impulse setzt.
Gleichzeitig legen wir als Schule großen Wert darauf, dass Kinder ihre Ferien auch im familiären Umfeld erleben. Gemeinsame Zeit mit der Familie stärkt Bindungen, schafft Erlebnisse außerhalb des schulischen Rahmens und fördert die Erholung und Entschleunigung, die Kinder für ihre persönliche Entwicklung benötigen.
Daher erwarten wir von allen Eltern, insbesondere in den Sommerferien, dass ihre Kinder mindestens eine Woche nicht an der Ferienbetreuung teilnehmen. Diese Auszeit soll bewusst für familiäre Erlebnisse genutzt werden. Die Balance zwischen schulischer Betreuung und familiärer Freizeit ist uns ein zentrales Anliegen – zum Wohl der Kinder.
Raumprogramm
Räume erfüllen weit mehr als nur eine funktionale Aufgabe. Sie sind zentrale Orte des Lernens, der sozialen Interaktion, der Bewegung und des Wohlbefindens. Ansprechend gestaltete, altersgerechte Räume sind ein wesentlicher Bestandteil gelingender Ganztagsbildung und -betreuung.
Da Kinder einen Großteil ihres Tages in der Schule verbringen, ist es besonders wichtig, ihnen auch außerhalb des Unterrichts Räume zur Verfügung zu stellen, die Geborgenheit vermitteln, Neugier wecken und zum Entdecken einladen.
Im Sinne einer stärkeren Verzahnung von Unterricht und Nachmittagsbetreuung entwickeln wir derzeit ein neues Raumkonzept für unsere Schule. Bisher waren die Räumlichkeiten der Grundschule und der Ganztagsbetreuung räumlich und organisatorisch weitgehend getrennt. Einzelne Räume wurden nur nach Absprache gemeinsam genutzt.
Nach intensiver Rücksprache mit dem Schulträger sowie der Tausendfüßler Stiftung haben wir uns darauf verständigt, zukünftig zentrale Bereiche der Schule gemeinsam zu nutzen und diese entsprechend den Bedürfnissen beider Bereiche – Vor- und Nachmittag – umzugestalten. Ziel ist es, vorhandene Ressourcen effizienter zu nutzen und zugleich für alle Kinder bestmögliche Lern- und Lebensräume zu schaffen.
Folgende Räume werden in Zukunft gemeinsam genutzt und dafür neu strukturiert:
- Die Bücherei, der Regenbogenraum und der Kunstraum werden so eingerichtet, dass sie sowohl im Vormittagsbereich für den Unterricht als auch nachmittags für Projekte und Freizeitangebote nutzbar sind. Dabei wird auf eine flexible Ausstattung geachtet, die eine vielseitige Nutzung ermöglicht.
- Die Mensa soll perspektivisch zu einem gemeinsamen Mehrzweckraum weiterentwickelt werden. Neben der Mittagsverpflegung kann dieser Raum zukünftig auch für Sitzungen, Veranstaltungen mit Schulklassen oder Schulfeste genutzt werden.
- Die Pausenhalle wird übergangsweise als zusätzlicher Bereich der Mensa genutzt, bis der Umbau abgeschlossen ist. Dafür werden neue Sitzgelegenheiten geschaffen, die gleichzeitig auch vormittags als Arbeitsbereiche für Klassen dienen können.
- Die unteren Räume der bisherigen Nachmittagsbetreuung sollen ebenfalls so umgestaltet werden, dass sie im Schulvormittag für unterrichtliche und pädagogische Zwecke genutzt werden können.
Ein besonderer Baustein unseres Raumkonzepts ist die Einrichtung eines Snoezelraums. Dieser wird in den großen Pausen und im Rahmen der Schulsozialarbeit genutzt werden. Er bietet Kindern einen geschützten Rückzugsort – insbesondere für jene, die in bestimmten Situationen sozial-emotional überfordert sind und Ruhe benötigen, um wieder in den Schulalltag zurückfinden zu können.
Mit dieser neuen Raumstruktur wollen wir das schulische Leben ganzheitlicher gestalten und die Zusammenarbeit zwischen Schule und Ganztag nachhaltig stärken. Die gemeinsame Nutzung fördert nicht nur ein stärkeres Miteinander, sondern schafft flexible Räume für Bildung, Begegnung und Entwicklung.
Räumliche Nähe als Schlüssel zur Zusammenarbeit
Die unmittelbare Nähe zu den Unterrichtsräumen bietet den Kindern kurze Wege und erleichtert Eltern die Orientierung und den Zugang. Für das pädagogische Personal schafft diese räumliche Anbindung optimale Voraussetzungen für eine enge, abgestimmte Zusammenarbeit im Sinne der Kinder und Familien.
Die außerunterrichtliche Betreuung erfolgt in Räumen, die sich an den Bedürfnissen und Interessen der Kinder orientieren. Thematisch gestaltete Räume schaffen Struktur und Übersichtlichkeit in den kindlichen Erfahrungs- und Lernwelten. Gleichzeitig bieten sie ausreichend Flexibilität, um auf sich wandelnde Bedürfnisse einzugehen.
Durch gezielt ausgewählte Raumkonzepte können Kinder vielfältige Spielideen entwickeln und ihren individuellen Interessen nachgehen, sowohl vor als auch nach dem Unterricht. Ein hochwertiges und regelmäßig wechselndes Materialangebot bildet die Grundlage für eigenständige Bildungsprozesse und regt die Kinder dazu an, selbst aktiv zu werden.
Rahmenbedingungen im Ganztag - Klarheit für Kinder und Familien
Aufnahmeverfahren
Alle Kinder, die einen gesetzlichen Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung haben, erhalten einen Betreuungsplatz.
Darüber hinaus steht das Angebot der Offenen Ganztagsschule gemäß den Vorgaben des Landes Schleswig-Holstein allen Schülerinnen und Schülern der Schule offen. Unser Ziel ist es, allen Schulkindern eine verlässliche ganztägige Betreuung und Förderung während ihrer gesamten Grundschulzeit zu ermöglichen. Eltern können ihre Kinder ganzjährig für das Nachmittagsangebot anmelden.
Kündigung der Betreuung
Der Betreuungsvertrag kann von beiden Seiten jeweils zum Ende eines Schulhalbjahres gekündigt werden. Die schriftliche Kündigung muss fristgerecht eingereicht werden:
- Für eine Beendigung zum Ende des ersten Schulhalbjahres: spätestens vier Wochen vorher
- Für eine Beendigung zum Ende des zweiten Schulhalbjahres: ebenfalls spätestens vier Wochen vorher
Beim Übergang eines Kindes auf eine weiterführende Schule endet der Betreuungsvertrag automatisch mit dem Abschluss des laufenden Schuljahres.
Finanzierung
Die Finanzierung stützt sich im Wesentlichen auf die Entgelte für die jeweils gebuchte Betreuungszeit. Diese Beiträge werden anteilig von den Eltern getragen und durch den Schulträger festgelegt. Zur Sicherstellung sozialer Teilhabe kommt die Sozialstaffel der Stadt Kaltenkirchen zur Anwendung. Sie gewährleistet, dass kein Kind aus finanziellen Gründen vom Angebot ausgeschlossen wird.
Verlässliche Gruppenstruktur – Orientierung und Gemeinschaft im Schulalltag
Jedes Kind ist nach dem Unterricht einer festen Gruppe zugeordnet und wird dort von den zuständigen Mitarbeitenden der Nachmittagsbetreuung herzlich empfangen. Diese Struktur bietet den Kindern eine vertraute Anlaufstelle und schafft zugleich klare Ansprechpartner für Eltern und Lehrkräfte – sei es für Gespräche, Rückfragen oder organisatorische Absprachen.
Gleichzeitig verstehen wir uns als ein gemeinsames pädagogisches Team. Wir tragen Verantwortung für alle Kinder, unabhängig von ihrer Gruppenzugehörigkeit. Eltern können sich mit ihren Anliegen jederzeit an jede Fachkraft wenden und wissen, dass sie gehört und unterstützt werden.
Diese offene und verlässliche Struktur fördert nicht nur Orientierung und Sicherheit, sondern auch das Miteinander und die Zusammenarbeit im Schulalltag.
Ankommen und Verabschieden – selbstständig und gut begleitet
Vor und nach dem Unterricht werden die Kinder von uns verlässlich empfangen. Jedes Kind meldet sich eigenständig über die Anwesenheitsliste in seiner Gruppe an und gestaltet den Nachmittag entsprechend seiner Interessen.
Wir legen großen Wert darauf, die Selbstständigkeit und Verantwortungsbereitschaft der Kinder zu fördern. Auch beim Verlassen der Einrichtung – sei es durch Abholung oder eigenständig – melden sich die Kinder bei einer Fachkraft ab und tragen sich selbstständig aus der Anwesenheitsliste aus.
Im Laufe der Jahre werden die Kinder altersgemäß begleitet und darin bestärkt, Verantwortung für ihre eigene Orientierung und für Transparenz im Alltag zu übernehmen. So wachsen sie Schritt für Schritt in eine selbstbestimmte und achtsame Haltung hinein.
Trägerschaft
Die Tausendfüßler Stiftung ist seit 1995 ein verlässlicher Partner für Kinder, Familien, Schulen und die Stadt Kaltenkirchen. Ihr Engagement umfasst ein breites Spektrum – von „Frühen Hilfen“ über Kindertagespflege und Kitas bis hin zur Schulkindbetreuung, Schulsozialarbeit und der Koordination Offener Ganztagsangebote an Grund- und weiterführenden Schulen. Ergänzt wird das Angebot durch offene und aufsuchende Jugendarbeit, ein Familienzentrum und ein Mehrgenerationenhaus.
An den Grundschulen Flottkamp, Lakweg und Alter Landweg begleitet und betreut die Stiftung Kinder vor und nach dem Schulunterricht sowie in den Ferien. Mit Blick auf den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ab 2026 gestaltet die Tausendfüßler Stiftung in enger Zusammenarbeit mit den Grundschulen und dem Schulträger die Schulen als ganzheitliche Lern- und Lebensorte weiter.
Die Stiftung reagiert auf gesellschaftliche Veränderungen wie berufstätige Eltern, kulturelle Vielfalt und soziale Unsicherheiten. Sie setzt auf kindzentrierte Pädagogik, multiprofessionelle Zusammenarbeit und eine enge Vernetzung mit Familien und schulischen Partnern. Ziel ist eine zukunftsorientierte Betreuung, die Lernen, soziale Entwicklung, Gesundheit und Wohlbefinden gleichermaßen fördert.
Personalkonzept - qualifiziert, engagiert, verlässlich
Wir legen großen Wert darauf, qualifiziertes und engagiertes Personal für unser Schulleben zu gewinnen, gezielt zu fördern und langfristig zu binden. So schaffen wir Kontinuität und ermöglichen eine nachhaltige Weiterentwicklung unserer pädagogischen Arbeit.
Unser Schulteam ist so vielfältig wie die Kinder und Familien, die wir begleiten. Mit der Tausendfüßler Stiftung als professionellem und langjährigem Träger arbeiten wir vertrauensvoll und erfolgreich zusammen.
Engagierte Leitungskräfte, Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte und Betreuungspersonen bilden stabile und leistungsfähige Teams. Die individuellen Stärken jedes Einzelnen werden gezielt im Sinne der Kinder und Familien eingesetzt und wertgeschätzt – für ein gemeinsames, lebendiges und unterstützendes Miteinander.
Neben den Lehrkräften im Unterricht arbeiten an unserer Schule Erzieher, sozialpädagogische Assistenten, Sozialpädagogen sowie Betreuungskräfte mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen. Sie überzeugen nicht nur durch ihre fachliche Qualifikation, sondern vor allem durch persönliche Eignung und Einfühlungsvermögen in der täglichen Begleitung der Kinder.
Alle an Schule tätigen Personen sind mit den schulischen Rahmenbedingungen vertraut, identifizieren sich mit ihrer Aufgabe und bringen ihre Kompetenzen, Erfahrungen und Ideen aktiv in den Schulalltag ein. So entsteht ein lebendiges, unterstützendes und kindgerechtes Miteinander.
Leitung im Team – gemeinsam für Qualität im Ganztag
Die Koordination des Ganztagsangebotes ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die pädagogische und organisatorische Verantwortung miteinander verbindet. Um der Vielfalt und dem Umfang dieser Aufgabe gerecht zu werden, setzen wir auf ein starkes Leitungsteam, das den Nachmittag gemeinsam gestaltet.
Durch die enge Zusammenarbeit und die fachliche Ergänzung lassen sich Aufgaben in enger Abstimmung mit der Schulleitung effizienter bewältigen und die Qualität der Angebote langfristig sichern. Eine teamgeleitete Führung bringt viele Vorteile mit sich, insbesondere in Bezug auf folgende Aspekte:
- Verlässliche Erreichbarkeit
- Transparente und fundierte Entscheidungsprozesse
- Klare Zuständigkeiten und ausgewogene Aufgabenverteilung
So entsteht eine stabile Struktur, die sowohl den Bedürfnissen der Kinder als auch den Anforderungen des Schulalltags gerecht wird. Das Leitungsteam der Grundschule Alter Landweg trägt gemeinsam Verantwortung und gestaltet Entwicklung aktiv mit.
Vor- und Nachbereitung – gemeinsam Qualität sichern
Ein kontinuierlicher Informationsaustausch, regelmäßige Dienst- und Fallbesprechungen, gemeinsame Planungen sowie Reflexion und Feedback sind zentrale Bestandteile für einen gelingenden Nachmittag. Sie bilden die Grundlage dafür, den steigenden Qualitätsansprüchen in der Betreuung einer wachsenden Zahl von Kindern gerecht zu werden.
Vertretungspool – gemeinsam flexibel bleiben
Um eine verlässliche Betreuung an allen Grundschulstandorten sicherzustellen, hat die Tausendfüßler Stiftung einen internen Vertretungspool eingerichtet. Auch wenn jeder Schulstandort eigenständig arbeitet, verstehen sich alle Beteiligten als Teil eines gemeinsamen Ganzen.
Dieses Verständnis zeigt sich in der standortübergreifenden Zusammenarbeit. Die Stiftung entwickelt gemeinsam Lösungen zur kontinuierlichen Verbesserung der pädagogischen Arbeit und unterstützt sich gegenseitig bei personellen Engpässen, zum Beispiel im Krankheitsfall. Auf diese Weise wird auch bei kurzfristigen Veränderungen eine stabile und verlässliche Betreuung für Kinder und Eltern gewährleistet.
Kooperationspartner
Gute Ganztagsschulen sind eng mit ihrem sozialen Umfeld vernetzt und gestalten den Sozialraum aktiv mit. Sie binden Eltern und Familien in das schulische Leben ein und kooperieren mit außerschulischen Partnern wie Sportvereinen, Musikschulen, Jugend-einrichtungen und lokalen Unterstützungsangeboten. Ziel ist es, eine hohe Qualität und Vielfalt der Angebote sicherzustellen, eine positive Lernkultur zu fördern und die Schule als ganzheitlichen Lern- und Lebensort für alle Kinder zu gestalten.
Ein zentrales Element ist die Entwicklung eines vielfältigen Freizeit- und Kursangebots. Diese Angebote sollen perspektivisch in Zusammenarbeit mit externen Partnern geplant und umgesetzt werden.
Freiwilliges Soziales Jahr
Junge Menschen am Ende ihrer Schulzeit stehen vor der wichtigen Entscheidung, wie ihr beruflicher Weg aussehen soll. Viele haben noch keine konkreten Vorstellungen und möchten zunächst praktische Erfahrungen sammeln, bevor sie sich für eine Ausbildung oder ein Studium entscheiden.
Um ihnen Einblicke in soziale Berufsfelder zu ermöglichen, bieten wir im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) jungen Erwachsenen die Möglichkeit, unser Team zu verstärken. Unter fachlicher Anleitung unterstützen die Freiwilligen unsere Fachkräfte im Alltag und übernehmen dabei zunehmend Verantwortung – für sich selbst und für andere.
Als fester Bestandteil unseres Teams können die FSJ-Kräfte ihre persönlichen Stärken, Interessen und ihr Engagement aktiv einbringen und weiterentwickeln. Im Verlauf des Freiwilligendienstes fördern wir gezielt ihre sozialen, kulturellen, interkulturellen und persönlichen Kompetenzen.
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