Pädagogisches Konzept OGGS Lakweg

Pädagogische Konzeption zur Einrichtung
einer Offenen Ganztagsschule

Grundschule am Lakweg

Die Grundschule am Lakweg versteht sich als ein Ort des gemeinsamen Lernens, Lebens und Wachsens. Mit der Einrichtung der Offenen Ganztagsgrundschule erweitern wir unser pädagogisches Angebot und schaffen einen verlässlichen Rahmen, in dem Kinder nicht nur am Schulvormittag gefördert, sondern auch in ihrer sozialen, emotionalen und kreativen Entwicklung ganztägig begleitet werden.

Das vorliegende Konzept bildet die Grundlage für die Gestaltung und Weiterentwicklung unseres Ganztagsangebots. Es orientiert sich an den Bedürfnissen der Kinder und Familien, an den Leitgedanken, dem Profil und dem Erziehungskonzept unserer Schule, an den Erfahrungen der Tausendfüßler Stiftung als langjährigem Partner und Träger des bisherigen Betreuungsangebots sowie an den Anforderungen einer modernen Bildungslandschaft.

Unser Ziel ist es, eine offene, inklusive und lebendige Lern- und Lebensumgebung zu schaffen, in der jedes Kind seine Potenziale entfalten kann und Schule als gemeinsames ‚Wir‘ gelebt wird. Wir laden alle Beteiligten – Kinder, Eltern, Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte und Kooperationspartner – ein, diesen Weg gemeinsam mit uns zu gestalten.

Die Betreuung der Grundschulkinder an den drei öffentlichen Grundschulen in Kaltenkirchen erfolgte in der Vergangenheit über das Hortangebot der Tausendfüßler Stiftung. Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Betreuungsplätzen und des landesweit spürbaren Fachkräftemangels wurde dieses Angebot zum 01.08.2024 an zwei Schulstandorten um ein schulisches Betreuungsangebot in der Primarstufe nach der Richtlinie „Ganztag und Betreuung“ ergänzt.

Die Stadt Kaltenkirchen und der Schulverband Kaltenkirchen verfolgen gemeinsam mit ihren drei Grundschulen das Ziel, diese zum 01.08.2026 zu Offenen Ganztagsgrundschulen (OGGS) weiterzuentwickeln. Ab diesem Zeitpunkt soll für alle Kinder der Primarstufe ein flächendeckendes Ganztagsangebot bereitstehen, das Bildung, Betreuung und Förderung unter einem Dach vereint.

Unser Standort startet mit dem OGGS-Angebot zum Schuljahr 2026/27.

Im folgenden Konzept stellen wir zunächst die Ziele des Ganztags und in der Folge den Leitgedanken unserer Schule vor. Er ist fest im Schulprofil verankert und prägt unser tägliches Miteinander. Das Konzept verstehen wir als lebendiges Arbeitsinstrument, das jährlich in den zuständigen Arbeits- und Steuerungsgruppen evaluiert und weiterentwickelt wird – in enger Zusammenarbeit mit Eltern, Kindern, Lehrkräften und der Tausendfüßler Stiftung als Träger des Ganztags.

Bei uns steht das Kind im Mittelpunkt. Gemeinsam gestalten wir eine liebevolle und kindgerechte Lern- und Betreuungsumgebung, in der sich jedes Kind wohl und angenommen fühlen soll. Die Ganztagsangebote sind so gestaltet, dass sie die Neugier und die individuellen Interessen der Kinder aufgreifen und fördern.

In enger Zusammenarbeit aller an Schule tätigen Personen entwickeln wir stetig ein vielseitiges Bildungs- und Betreuungsangebot, das die Kinder in ihrer persönlichen Entwicklung begleitet und stärkt. Dabei achten wir auf eine vertrauensvolle Atmosphäre, in der Lernen mit Freude und Wertschätzung gelingt.

Was uns wichtig ist:

  • Ganzheitliche Förderung: Unsere Nachmittagsangebote stärken die Persönlichkeit der Kinder und fördern ihre sozialen, kreativen und emotionalen Fähigkeiten.
  • Freispiel als Lernform: Kinder brauchen Zeit und Raum, um frei zu spielen. Wir schaffen Gelegenheiten für selbstbestimmte Spiel- und Lernprozesse, die ihre Fantasie und Selbstständigkeit fördern.
  • Vielfältige Angebote: Ob kreativ, musikalisch oder handwerklich – unsere Arbeitsgemeinschaften außerhalb des Schulunterrichtes bieten für jedes Kind etwas Passendes und laden zum Mitmachen ein.
  • Flexible Gestaltung: Wir berücksichtigen die unterschiedlichen Lebenssituationen der Familien und gestalten unsere Angebote so, dass sie gut in den Alltag der Familien passen.
  • Rhythmus im Alltag: Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Lernphasen und freien Zeiten hilft den Kindern, sich wohlzufühlen und mit Freude zu lernen.

Unsere Leitgedanken sind fest im Schulprofil verankert und prägen das tägliche Miteinander an der Grundschule am Lakweg.

Leitsatz A: Wir alle sind die Lakwegschule!

Wir verstehen uns als einen Ort des gemeinsamen Lernens, Lebens und Wachsens. Im Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit steht jedes Kind mit seinen individuellen Voraussetzungen, Bedürfnissen und Potenzialen. Wir gestalten Schule als einen Raum, in dem sich alle Beteiligten wertgeschätzt, eingebunden und zugehörig fühlen. Unser Leitsatz „Wir alle sind die Lakwegschule“ verdeutlicht unseren Anspruch und begleitet die Schulgemeinschaft im Entwicklungsprozess zur Offenen Ganztagsgrundschule.

Wir, die Schüler und Schülerinnen, Eltern, Lehrkräfte und Mitarbeitenden unserer Schule möchten uns miteinander wohl fühlen! Ein Beispiel für unsere familienfreundliche Ausrichtung ist die Einschulung am Samstag, die es den Familien erleichtert, diesen besonderen Moment gemeinsam zu erleben. Darüber hinaus leben wir Gemeinschaft, Individualität und Wertschätzung mit vielen Aktivitäten und Festen an unserer Schule, wie z.B. unser gemeinsames Lakweglied, unser monatliches Alegria, das jährliche Begrüßungsfest für die Erstklässler, das Adventsbasteln, die Faschingsdisco, den Kinonachmittag und vieles mehr.

Eine vertrauensvolle und aktive Zusammenarbeit mit den Eltern während der gesamten Grundschulzeit ist für uns unverzichtbar. Sie beginnt mit einem gemeinsamen Vertrag zu Schulbeginn, der die Grundlage für das Miteinander bildet. Die Elternmitarbeit geht weit über das gesetzlich Vorgesehene hinaus und zeigt sich in vielfältigen Bereichen – von der Büchereibetreuung über die Organisation von Festen, der aktiven Schulgestaltung in Organen wie Schulelternbeirat und Schulverein bis hin zur Mitwirkung in Projekten. Diese enge Kooperation stärkt das schulische Klima und wirkt sich positiv auf die Entwicklung der Kinder aus.

Leitsatz B: An unserer Schule gehen wir freundlich und höflich miteinander um!

Ein gelingendes Miteinander bildet für uns die Grundlage erfolgreichen Lernens. Deshalb fördern wir eine Atmosphäre der Zugewandtheit, Freundlichkeit und gegenseitigen Achtung. Toleranz, Hilfsbereitschaft und Verantwortung füreinander prägen unser schulisches Zusammenleben, während jede Form von Ausgrenzung, Intoleranz oder Gewalt entschieden abgelehnt wird, z.B. aufgrund der ethnischen Herkunft, des Geschlechts oder der Geschlechtsidentität, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität, ihrer sozialen Herkunft oder ihres Aussehens. Unsere Haltung wird durch vielfältige Maßnahmen zur Sozialerziehung gestärkt, die altersgerecht von Klasse 1 bis 4 in den Schulalltag integriert und durch unser gemeinsames Erziehungskonzept getragen werden. Themen wie Konfliktlösung, Umgang mit Vielfalt, Selbstbestimmtheit und gegenseitige Hilfe sind feste Bestandteile des Tagesverlaufs und werden regelmäßig aufgegriffen, thematisiert und reflektiert.

Die Grundlage bilden dabei unsere Schulregeln, die die Kinder zu Beginn ihrer Schulzeit lernen:

  1. Ich verletze niemanden am Körper und am Herzen.
  2. Ich lasse alles heil.
  3. Ich gehe nicht an fremdes Eigentum.

Um für alle Kinder unserer Schule das Recht auf gewaltfreie Konfliktlösung zu gewährleisten, lernt jeder im täglichen Unterricht und an regelmäßigen Projekttagen konstruktiv zu streiten und Konflikte nach festen ritualisierten Regeln zu bearbeiten. Hierbei unterstützen uns die Bärenregel, die Drei-Finger-Regel und unsere selbstständig ausgebildeten Konfliktlotsen.

Mit Hilfe der Lernampel, die in jeder Klasse zu finden ist, meldet die Lehrkraft den Kindern Unterrichtsstörungen zurück. Wenn ein Kind auf die letzte Stufe der Ampel gesetzt wird, bekommt es eine rote Karte. In diesem Fall werden die Eltern informiert.
Wenn ein Kind gegen eine unserer Schulregeln verstößt, bekommt es unmittelbar eine rote Karte und auch in diesem Fall werden die Eltern informiert.

Leitsatz C: Unsere Schule ist für Kinder da!

Wir sehen das Kind mit seinen individuellen Voraussetzungen im Mittelpunkt unserer Grundschularbeit, d.h. die Entwicklung und das Leistungsvermögen des Kindes soll durch Forderung gestärkt und durch Förderung unterstützt werden.

Steht die Einschulung eines Kindes bevor, ist für uns ein gelingender Übergang von der Kindertagesstätte in die Schule von zentraler Bedeutung. Dieser Schritt ist ein bedeutsames Ereignis im Leben eines Kindes. Wir gestalten diesen Übergang behutsam und mit besonderem Blick auf die emotionale Sicherheit der Kinder. Dafür richten wir vor Schuleintritt eine gemeinsame Schnupperstunde aus. Die enge Zusammenarbeit mit den Kindertagesstätten basiert auf einem gemeinsam entwickelten Konzept, das den Kindern einen sanften Einstieg in die Schule ermöglicht. Der Schulstart erfolgt bei uns in Eingangsklassen, die die Jahrgangsstufen 1 und 2 umfassen. Durch altersgemischte Gruppen können wir die unterschiedlichen Entwicklungsverläufe der Kinder bestmöglich begleiten. Je nach Lernfortschritt bleiben die Kinder ein, zwei oder drei Jahre in dieser Phase, bevor sie in die dritte Klasse wechseln.

Wir sehen jedes Kind als einzigartig und fördern seine individuellen Stärken. Gleichzeitig ermutigen wir es, sich weiterzuentwickeln und Verantwortung für das eigene Lernen zu übernehmen. In unserem Unterricht steht die Individualisierung im Mittelpunkt, das heißt jedes Kind lernt in seinem eigenen Tempo. Die Lernvoraussetzungen jedes einzelnen Kindes werden dabei berücksichtigt und gezielt weiterentwickelt. Die Leistungsbeurteilung erfolgt transparent und ermutigend. Lob, Anerkennung und die Förderung der Meinungsäußerung sind zentrale Elemente unseres pädagogischen Handelns. Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache erhalten gezielte Sprachförderung in Kleingruppen, um ihre Ausdrucksfähigkeit altersgemäß zu entwickeln. Diese Maßnahme ist ein wesentlicher Bestandteil unserer inklusiven Bildungsarbeit und soll dauerhaft verankert bleiben. Darüber hinaus teilen wir mit den Kindern mit Migrationshintergrund ihre kulturellen Erfahrungen und wir ermöglichen und fördern einen kulturellen Austausch.

Inklusion ist für uns gelebte Praxis. Kinder mit und ohne Einschränkungen lernen gemeinsam und erfahren, was es heißt, Teil einer Gemeinschaft zu sein. Sie lernen, sich gegenseitig zu akzeptieren, zu helfen und voneinander zu lernen. Unsere Schule bietet dafür die strukturellen und pädagogischen Voraussetzungen in enger Kooperation mit den zuständigen Förderzentren.

Kollegiale Hospitation und ein umfangreicher Materialfundus fördern die Weiterentwicklung der Unterrichtsqualität. Projekte wie das Zirkus- oder Tanzprojekt, das monatliche „Alegria“ sowie zahlreiche kreative und soziale Angebote stärken das Selbstbewusstsein der Kinder und machen Schule zu einem Ort der Entfaltung. So lernen unsere Kinder früh: „Kann ich nicht, war gestern!“

Die Grundschule am Lakweg ist ein Ort, an dem Kinder nicht nur lernen, sondern sich als Teil einer Gemeinschaft erleben. Unser pädagogisches Konzept verbindet Struktur mit Herzlichkeit, Individualität mit Gemeinschaft und Lernen mit Leben. So entsteht ein Schulalltag, der Kinder stark macht – für heute und für morgen.

Die aufgeführten Leitgedanken spiegeln sich auch im Nachmittagsangebot wider. Der Offene Ganztag bietet Kindern einen verlässlichen, altersgerechten Rahmen mit vielfältigen Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten. Dazu gehören andere Kinder, mit denen sie Interessen teilen, ebenso wie Erwachsene, die sie achtsam begleiten, zum Mitdenken anregen und gemeinsam mit ihnen Fragen stellen und Antworten suchen. Wir setzen gezielte Impulse, die zum Weiterdenken und Forschen einladen, und gestalten Schule als ganztägigen Lern- und Lebensort für alle Kinder. Das Angebot wird durch kreative, sportliche und musische Aktivitäten ergänzt, die den Kindern Raum geben, ihre Talente zu entfalten und neue Interessen zu entdecken. So entsteht ein ausgewogenes Zusammenspiel von Lernen, Freizeit und Gemeinschaft, das den gesamten Tag über wirksam ist und unsere Schule zu einem lebendigen Ort des Lernens und Lebens macht.

Für das Zusammenleben am Nachmittag orientieren wir uns an den Leitsätzen unseres Schulprofils, die mit den Werten und der Haltung der Tausendfüßler Stiftung im Umgang mit Grundschulkindern und Familien übereinstimmen. Diese Leitsätze prägen den pädagogischen Alltag und spiegeln sich in folgenden Schwerpunkten wider:

  • Freundlichkeit
    Wir begegnen allen Menschen mit Freundlichkeit, Respekt und Wertschätzung. Unser Verhalten ist offen, einladend und zugewandt. Wir leben unsere Werte bewusst – dazu gehören Toleranz, Empathie, Verantwortungsbewusstsein, Engagement und Nachhaltigkeit.
  • Beteiligung
    Alle Beteiligten werden partnerschaftlich einbezogen. Ihre Mitwirkung ist ausdrücklich erwünscht und wird aktiv gefördert. Wir schaffen Räume für Austausch, Beteiligung und gemeinsames Gestalten.
  • Integration
    Unser Angebot steht allen Kindern offen – unabhängig von kultureller Herkunft, Sprache, Religion und Weltanschauung, Alter, Aussehen, Behinderung, sexueller Identität, Geschlecht und Geschlechtsidentität oder sozialem Hintergrund. Wir bieten integrative Angebote, die Vielfalt als Stärke begreifen und Teilhabe für alle ermöglichen.
  • Familienorientierung
    Kinder und ihre Familien betrachten wir im Kontext ihrer individuellen Lebens-geschichten sowie ihrer sozialen und emotionalen Lebenswelten. Die aktive Unterstützung von Familien ist ein zentrales Anliegen unserer Arbeit.
  • Bedarfsorientierung
    Unser Leistungsangebot richtet sich nach der Lebensrealität von Familien. Wir greifen die Wünsche und Interessen von Eltern und Kindern konkret auf und entwickeln daraus praxisnahe Angebote. Die Bedürfnisse der Kinder stehen dabei stets im Mittelpunkt und sind Maßstab für den Erfolg unserer Arbeit.
  • Lernfreude
    Die natürliche Neugier der Kinder ist unser Vorbild. Mit Engagement begleiten wir die täglichen Lernprozesse. Fehler verstehen wir als wertvolle Lernchancen. Gemeinsam neue Wege zu entdecken und zu gehen, motiviert uns und stärkt unser Vertrauen in die pädagogische Zusammenarbeit.
  • Partnerschaft
    Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aller an Schule tätigen Personen ist für uns unerlässlich, um die Lebenswelt der Kinder positiv mitzugestalten. Schule, Träger des Ganztags und andere außerschulische Kooperationspartner arbeiten bei uns auf Augenhöhe, partnerschaftlich und konstruktiv zusammen.

Ein gelingendes Schulleben braucht Vertrauen, Austausch und Zusammenarbeit. Deshalb legen wir großen Wert auf eine enge und verlässliche Kooperation zwischen Lehrkräften, Fachkräften des Ganztags und weiteren schulischen Partnern. Die enge Verbindung von Schulvormittag und Schulnachmittag schafft einen gemeinsamen Lern- und Erfahrungsraum, in dem ein starkes ‚Wir-Gefühl‘ entstehen kann.

Damit die Verzahnung von Unterricht und Betreuung gelingt, ist ein kontinuierlicher fachlicher Austausch unerlässlich. Nur durch enge Zusammenarbeit können wir Kinder wirksam in ihrer Persönlichkeitsentwicklung, ihrer Lernmotivation und ihrer sozialen Kompetenz unterstützen.

Die Kooperationsvereinbarung zwischen Schulvor- und -nachmittag bildet hierbei die Grundlage für eine verlässliche Zusammenarbeit. Sie schafft klare Strukturen und regelt die jeweiligen Zuständigkeiten. Im Mittelpunkt steht die Abstimmung zwischen Schulleitung, Lehrkräften, pädagogischen Fachkräften und dem Träger des Nachmittags, um die Angebote des Ganztags mit dem Schulprofil zu verzahnen und eine einheitliche pädagogische Haltung sicherzustellen.

  • Arbeitsgespräche, Steuerungsgruppen und Konferenzen: Das schulinterne Gremium, bestehend aus Schulleitung, SEB-Vorsitz und einer Vertretung für das Kollegium sowie für die OGGS-Fachkräfte tauschen sich zweimal jährlich vor den Schulkonferenzen über gemeinsame Themen aus dem Schulalltag aus und gestalten so ein abgestimmtes Miteinander.
  • Kontinuierlicher Austausch auf Leitungsebene: Ein regelmäßiger Dialog zwischen Schulleitung und OGGS-Teamleitung ermöglicht eine zeitnahe Abstimmung wichtiger Ereignisse. Bei Bedarf wird auch der Träger des Ganztags eingebunden.
  • Jährliche Strategiedialoge: Schulträger, Schulleitung und Träger des Ganztags kommen einmal jährlich zu einem gemeinsamen Arbeitsgespräch zusammen, um die OGGS zu reflektieren und aus verschiedenen Perspektiven weiterzuentwickeln.
  • Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit: Für die individuelle Förderung der Kinder arbeiten pädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte eng mit der Schulsozialarbeit zusammen. Besonders bei Kindern mit erhöhtem Unterstützungsbedarf ist ein kontinuierlicher Austausch von großer Bedeutung. Beobachtungen aus dem Schul- und Nachmittagsbereich ermöglichen eine umfassende Einschätzung der kindlichen Situation und bilden die Basis für gemeinsame Lösungswege.
  • Zusammenarbeit mit Eltern und Familien: Eine gute Kommunikation und der Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung zwischen Schule und Familie sind Voraussetzung für eine enge Verzahnung von institutioneller Erziehung und Familienerziehung. Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte und Familien müssen sich für diesen wechselseitigen Prozess öffnen und sich mit einer qualifizierten Form der Familienzusammenarbeit auseinandersetzen. Wir verstehen eine Offene Ganztagsschule auch als „Ort für Familien“. Eltern haben viele Möglichkeiten, mit Schule in Kontakt zu treten. Dazu gehören Elternveranstaltungen, persönliche Gespräche, E-Mailverkehr, Social Media sowie die Webseiten der Schule und der Tausendfüßler Stiftung. Diese Kommunikationswege fördern den offenen Dialog, den Austausch von Informationen und die Klärung individueller Anliegen.

Ein klar strukturierter Tagesablauf mit festen Rhythmen und allgemein geltenden Regeln ist für Kinder von zentraler Bedeutung. Er bietet ihnen Orientierung, Sicherheit und emotionale Stabilität – insbesondere in einer Lebenswelt, die für viele zunehmend von Unbeständigkeit geprägt ist. Gerade deshalb legen wir bei uns an der Grundschule am Lakweg großen Wert auf Verlässlichkeit – sowohl am Vormittag im Unterricht als auch am Nachmittag in der Betreuung. Wiederkehrende Rituale, feste Strukturen und transparente Abläufe schaffen einen Rahmen, in dem sich Kinder gut zurechtfinden und vertrauensvoll entfalten können. Sie wissen, was sie erwartet, welche Regeln gelten und wie sie sich im Schulalltag bewegen können. Diese Klarheit stärkt ihr Selbstvertrauen und fördert ihre Selbstständigkeit.

Am Nachmittag gestalten wir die unterrichtsfreie Zeit bewusst so, dass er sowohl Halt als auch Freiraum bietet. Die Kinder erleben eine verlässliche Tagesstruktur, die ihnen Sicherheit gibt, aber gleichzeitig Raum lässt für individuelle Interessen, Bedürfnisse und kreative Impulse. Dabei achten wir darauf, dass Übergänge zwischen Unterricht und Nachmittagsbetreuung fließend und kindgerecht gestaltet sind. Immer mehr Kinder erleben außerhalb der Schule wenig Kontinuität und Orientierung. Umso wichtiger ist es uns, ihnen im schulischen Alltag ein stabiles Umfeld zu bieten, das durch klare einheitliche Regeln, feste Bezugspersonen und verlässliche Abläufe geprägt ist.

Der Tag beginnt mit der Frühbetreuung ab 7:00 Uhr, in der die Kinder in ruhiger Atmosphäre ankommen, sich orientieren und erste soziale Kontakte knüpfen können.

Ab 8:00 Uhr öffnen die Klassenräume. Die anschließende Gleitzeit ab 8:15 Uhr ermöglicht den Kindern ein entspanntes Ankommen und eine individuelle Einstimmung auf den Tag. Der gemeinsame Unterrichtsbeginn ist um 8:30 Uhr und startet mit einem ritualisierten Morgenkreis. Die Unterrichtszeiten sind altersgerecht gestaffelt:

  • Eingangsklassen (1. und 2. Klasse): 8:30 bis 12:00 Uhr (an einigen Tagen 13:00 Uhr)
  • und 4. Klassen: 8.15 bzw. 8.30 bis 13:00 Uhr

Ein einheitlicher Organisationsrahmen und eine Verlässlichkeit der Grundschule tragen dazu bei, Familien zu entlasten und den Tagesablauf für alle Beteiligten planbar zu gestalten.

Nach dem Schulunterricht beginnt der Nachmittagsbereich, der von der Tausendfüßler Stiftung getragen wird. Zwischen 12:00 Uhr und 14:15 Uhr nehmen alle Kinder am Mittagessen teil, eine wertvolle Zeit für Erholung, Austausch und gemeinschaftliches Erleben. Die Mahlzeiten finden in ruhiger Atmosphäre statt und werden pädagogisch begleitet.

Ab 14:00 Uhr starten die Arbeitsgemeinschaften, die freiwillig aufgesucht werden können und bis spätestens 16:00 Uhr stattfinden.

Zwischen dem Unterrichtsschluss und den Nachmittagsangeboten sowie im Anschluss daran haben die Kinder ausreichend Zeit für Freispiel, das sie selbstbestimmt gestalten können. Diese Phasen sind wichtig für die Erholung, das soziale Lernen und die individuelle Entfaltung.

Der strukturierte Tagesablauf schafft eine verlässliche Umgebung, in der sich Kinder sicher und geborgen fühlen. Gleichzeitig bietet er genügend Freiräume, um eigene Interessen zu verfolgen und soziale Beziehungen zu pflegen. So entsteht ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Orientierung und Selbstbestimmung – eine zentrale Grundlage für gelingende Bildungsprozesse an unserer Ganztagsschule.

Die Betreuung an der Grundschule am Lakweg ist ausschließlich an fünf Tagen in der Woche möglich sowohl vor als auch nach dem Unterricht:

  • Frühbetreuung: 7:00 Uhr.- 8:00 Uhr
  • Nachmittagsbetreuung: bis wahlweise 14:00 Uhr, 15:00 Uhr, 16:00 Uhr oder 17:00 Uhr

Diese flexiblen Zeitfenster ermöglichen eine bedarfsgerechte Betreuung und unterstützen Familien bei der Vereinbarkeit von Schule und Beruf. Die Kinder erleben dabei eine verlässliche Tagesstruktur mit festen Bezugspersonen und altersgerechten Angeboten, eingebettet in ein Umfeld, das Sicherheit und Freiraum gleichermaßen bietet.

Die Gestaltung der Essenssituation ist für uns weit mehr als reine Nahrungsaufnahme. Sie ist ein zentraler Bestandteil des pädagogischen Alltags und bietet vielfältige Lern- und Erfahrungsräume. Unser Ziel ist es, dass Kinder ein gesundes, positives und selbstbestimmtes Verhältnis zum Essen entwickeln – mit Freude, Achtsamkeit und im sozialen Miteinander.

Wir achten auf eine ausgewogene Auswahl an Lebensmitteln, eine ruhige und wertschätzende Atmosphäre sowie auf gezielte Elemente der Ernährungsbildung. Dabei berücksichtigen wir die individuellen Bedürfnisse der Kinder und schaffen Rahmenbedingungen, die ein nachhaltiges Essverhalten fördern.

Unser Mittagsangebot orientiert sich an den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Die frischen, kindgerechten Speisen werden täglich von einem externen Caterer geliefert, der unter anderem eine DGE-zertifizierte Menülinie sowie Bio-Produkte anbietet. Alternativ können Eltern ihrem Kind eine gesunde Mahlzeit von zuhause mitgeben.

Auch ein gesundes Snackangebot am Nachmittag kann mitgebracht werden. Die Kinder haben jederzeit Zugang zu ungesüßten Getränken.

Das Frühstück in den Ferien bringen die Kinder von zuhause mit. Auch hier legen wir Wert auf eine gesunde Auswahl und stehen bei Bedarf im Austausch mit den Eltern, um individuelle Bedürfnisse und Ernährungsgewohnheiten zu berücksichtigen.

Kindgerechtes Mittagessen – mitgestalten, genießen, lernen

Das warme Mittagessen ist für Eltern freiwillig über den externen Caterer buchbar. Alternativ sollen die Kinder eine gesunde Mahlzeit von zu Hause mitbringen. Die Teilnahme am Mittagessen erfolgt verbindlich innerhalb eines festgelegten Zeitrahmens.

Dabei haben die Kinder Mitbestimmungsmöglichkeiten:

  • Sie entscheiden, wann sie innerhalb ihrer zugewiesenen Zeit essen möchten, mit wem sie zusammensitzen und wie viel Zeit sie sich nehmen.
  • Die Portionen wählen sie eigenständig – niemand wird zum Aufessen gedrängt.
  • Das Decken und Abräumen ihres Platzes übernehmen sie selbstständig.

Die pädagogischen Fachkräfte begleiten die Mahlzeiten und fördern eine respektvolle, kindgerechte Esskultur. Im Mittelpunkt steht nicht nur die gesunde Ernährung, sondern auch:

  • die Entwicklung sozialer Kompetenzen,
  • die Übernahme von Verantwortung,
  • und das gemeinsame Erleben als Teil des pädagogischen Alltags.

Wir möchten, dass Kinder sich beim Essen wohlfühlen, ihre Bedürfnisse wahrnehmen und lernen, achtsam mit sich und anderen umzugehen. Denn gemeinsames Essen bedeutet auch gemeinsames Wachsen.

Die Kinder erhalten nach dem Schulunterricht die Möglichkeit, in ruhiger Atmosphäre und mit pädagogischer Unterstützung des Betreuungspersonals an ihren Schulaufgaben zu arbeiten. Die zu erledigenden Aufgaben dienen dabei der gezielten Vorbereitung und Nachbereitung von Unterrichtsinhalten und erfolgen in enger Abstimmung mit den Lerhkräften.

Unser Ziel ist es, eine Lernumgebung zu schaffen, in der sich Kinder konzentriert, selbstständig und mit Freude weiterentwickeln können. Dabei werden sie individuell begleitet und finden einen verlässlichen Rahmen vor.

Ein besonderer Schwerpunkt unserer pädagogischen Arbeit liegt darin, die Kinder schrittweise an ein selbstständiges und verantwortungsbewusstes Lernen heranzuführen. Dafür gestalten wir einen klar strukturierten Tagesablauf mit festen Zeiten und einem ruhigen, unterstützenden Lernumfeld. Unser Team begleitet die Kinder motivierend und wertschätzend, stets mit Blick auf ihre persönlichen Voraussetzungen und Bedürfnisse.

Ein zukunftsweisender Schwerpunkt der schulischen Weiterentwicklung an der Grundschule am Lakweg liegt in der größtmöglichen Verzahnung von Schulvormittag und -nachmittag. Besonders förderlich und nachhaltig erweist sich dabei aus unserer Sicht eine enge pädagogische Zusammenarbeit durch abgestimmte Präsenzzeiten beider Bereiche über den gesamten Schultag hinweg. Ziel ist es, die vorhandenen Stundenkontingente so zu strukturieren, dass einzelne Lehrkräfte gemeinsam mit pädagogischen Fachkräften  Lern- oder Übungszeiten im Rahmen von Förder- und Forderangeboten am Nachmittag begleiten. Im Gegenzug könnten Mitarbeitende aus dem schulischen Nachmittagsbereich als Zweitkraft den Unterricht am Vormittag unterstützen.

Diese Form der Kooperation ermöglicht eine verlässliche und kontinuierliche Begleitung der Kinder über den gesamten Tagesverlauf hinweg. Sie schafft pädagogische Kontinuität und erlaubt einen effizienten, ressourcenschonenden Einsatz von Personal und Fachkompetenz. Der regelmäßige Austausch zwischen den Teams des Vor- und Nachmittags verbessert den Informationsfluss, fördert ein abgestimmtes pädagogisches Handeln und stärkt die gemeinsame Verantwortung für die Entwicklung jedes einzelnen Kindes.

Vor allem die Kinder profitieren von dieser engen Zusammenarbeit: Sie erleben eine konsistente pädagogische Haltung, erhalten gezielte individuelle Unterstützung und erfahren eine intensivere Begleitung in ihrer persönlichen und schulischen Entwicklung.

Wir bieten Kindern ein ganzheitliches Betreuungs-, Bildungs- und Förderangebot, das über den regulären Unterricht hinausgeht. Aus unserer Sicht ist es entscheidend, dass diese Angebote flexibel und offen gestaltet sind und sich an den Bedürfnissen der Kinder sowie der Schule orientieren.

Durch vielfältige, bedarfsorientierte Projekte, Arbeitsgemeinschaften, die um wichtige Elemente wie Freispiel, Mittagsverpflegung und Lernzeiten ergänzt werden, gestalten wir neben dem Unterricht ein abwechslungsreiches und altersgerechtes Nachmittagsangebot, das die Kinder in ihrer Entwicklung bestmöglich unterstützt.

Arbeitsgemeinschaften – entdecken, mitmachen, wachsen

Am Nachmittag bieten wir vielfältige Arbeitsgemeinschaften, die sich an den Interessen und Talenten der Kinder orientieren. Unsere Arbeitsgemeinschaften finden im Rahmen des Betreuungsangebots vor oder nach dem Unterricht statt und können von den Kindern freiwillig gewählt und besucht werden. Sie werden entweder von uns angeleitet oder, ganz im Sinne der Partizipation, von Kindern für Kinder organisiert. Als fester Bestandteil des Betreuungsalltags ergänzen sie das freie Spiel auf wertvolle Weise.

Erste Überlegungen zu ergänzenden Kursangeboten bestehen bereits. Perspektivisch sollen diese als zusätzliche Bausteine in das reguläre Betreuungsprogramm am Nachmittag integriert werden.

In Kooperation mit externen Partnern könnten die Kinder Zugang zu vielfältigen und spannenden Aktivitäten aus unterschiedlichen Bereichen erhalten. Erfahrungen aus dem Ganztagsangebot weiterführender Schulen zeigen, dass erfolgreiche Kooperationen bereits mit Sportvereinen oder kulturellen Einrichtungen bestehen. Die Anmeldung zu den Kursen erfolgt dort in der Regel verbindlich für ein Schulhalbjahr.

Die thematische Vielfalt unserer bisherigen Angebote eröffnet den Kindern spielerische Zugänge zu Bildungsinhalten und unterstützt ihre individuelle Entwicklung. Die Aktivitäten fördern Kreativität, Bewegung, soziale Kompetenzen und persönliche Interessen.

Unsere Angebote variieren und umfassen unter anderem:

  • Sport und Bewegung: Fußball, Handball, Hockey, Basketball
  • Tanz und Rhythmik: Kinderturnen, Tanzen, Cheerleading
  • Natur und Umwelt: Naturentdecker, Schulgarten
  • Kreatives Gestalten: Kochen und Backen, Basteln und Werken
  • Musik und Bühne: Musical/Theater, Chor
  • Denken und Entspannen: Schach, Trommeln, Entspannung
  • Soziale Räume: Mädchentreff

Die Attraktivität dieser Angebote beruht auf drei zentralen Säulen:

  • der fachlichen Kompetenz unserer Ganztagsfachkräfte,
  • der verlässlichen Zusammenarbeit mit externen Partnern,
  • und der aktiven Mitgestaltung durch die Kinder selbst.


Freispiel – Raum für Entfaltung und Bildung

Bildung beginnt mit Neugier, innerer Motivation und dem Wunsch, die Welt zu entdecken. Deshalb hat das Freispiel einen festen Platz und einen hohen pädagogischen Stellenwert, unabhängig vom Wetter oder vom Ort.

Im Freispiel entscheiden die Kinder selbstbestimmt, was sie spielen möchten, wo sie spielen und mit wem. Diese freie Zeit fördert nicht nur Kreativität und Fantasie, sondern auch soziale Kompetenzen, Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Ob drinnen oder draußen – das Spiel bietet vielfältige Möglichkeiten, sich auszuprobieren, Beziehungen zu gestalten und eigene Ideen umzusetzen.

Wir begleiten das Freispiel aufmerksam und wertschätzend. Wir verstehen es als bedeutenden Bildungsraum, der den Schulalltag sinnvoll ergänzt und den Kindern wichtige Erfahrungen ermöglicht. Dabei geben wir Impulse, beobachten Entwicklungsprozesse und sorgen für eine sichere und anregende Umgebung.

Freispiel ist für uns mehr als nur Freizeit. Es ist ein lebendiger Bestandteil kindlicher Bildung.

Ganzjährig für Familien da – auch in den Ferien

Unsere durchgehende und verlässliche Ferienbetreuung für alle angemeldeten Kinder der OGGS findet ganzjährig statt – ausgenommen sind frühzeitig angekündigte Fortbildungstage sowie die Zeit zwischen Weihnachten und der ersten Januarwoche. Sie bietet berufstätigen Eltern eine spürbare Entlastung und die Sicherheit, dass ihre Kinder gut betreut sind und die Ferien mit Freude, Spiel und spannenden Aktivitäten verbringen.

Unsere angehenden Erstklässlerinnen und Erstklässler können das schulische Ganztags- und Betreuungsangebot bereits ab dem 1. August – und damit noch vor der offiziellen Einschulung – in den Sommerferien nutzen. Dadurch wird auch die sogenannte Augustlücke geschlossen, die nach dem regulären Ende der Kita-Betreuungszeit zum 31. Juli entsteht.

Gleichzeitig bietet dieses vorgezogene Betreuungsangebot die Möglichkeit, die Eingewöhnung in die Schule schrittweise zu gestalten. Die Kinder lernen das Schulgelände, die pädagogischen Fachkräfte, erste Abläufe sowie die neue soziale Umgebung bereits vor dem ersten Schultag kennen. Dies reduziert Übergangsbelastungen, stärkt das Sicherheitsgefühl der Kinder und erleichtert den Start in den schulischen Alltag nachhaltig.

Die schulfreie Zeit ohne Unterricht und Hausaufgaben schafft Raum für freies Spiel, kreative Entfaltung und gemeinsame Erlebnisse. Die Ferien werden intensiv genutzt, um ein abwechslungsreiches und altersgerechtes Programm zu gestalten, das Freude bereitet und neue Impulse setzt.

Gleichzeitig legen wir als Schule großen Wert darauf, dass Kinder ihre Ferien auch im familiären Umfeld erleben. Gemeinsame Zeit mit der Familie stärkt Bindungen, schafft Erlebnisse außerhalb des schulischen Rahmens und fördert die Erholung und Entschleunigung, die Kinder für ihre persönliche Entwicklung benötigen.

Daher erwarten wir von allen Eltern, insbesondere in den Sommerferien, dass ihre Kinder mindestens eine Woche nicht an der Ferienbetreuung teilnehmen. Diese Auszeit soll bewusst für familiäre Erlebnisse genutzt werden. Die Balance zwischen schulischer Betreuung und familiärer Freizeit ist uns ein zentrales Anliegen – zum Wohl der Kinder.

An unserer Schule erfüllen Räume weit mehr als nur eine funktionale Aufgabe. Sie sind zentrale Orte des Lernens, der sozialen Interaktion, der Bewegung und des Wohlbefindens. Ansprechend gestaltete, altersgerechte Räume sind ein wesentlicher Bestandteil gelingender Ganztagsbildung und -betreuung.

Da Kinder einen Großteil ihres Tages in der Schule verbringen, ist es uns besonders wichtig, ihnen auch außerhalb des Unterrichts Räume zur Verfügung zu stellen, die Geborgenheit vermitteln, Neugier wecken und zum Entdecken einladen. Die unmittelbare Nähe zu den Unterrichtsräumen ermöglicht kurze Wege für die Kinder und erleichtert Eltern die Orientierung und den Zugang. Für das pädagogische Personal schafft diese räumliche Anbindung optimale Voraussetzungen für eine enge, abgestimmte Zusammenarbeit im Sinne der Kinder und Familien.

Die außerunterrichtliche Betreuung findet in Räumen statt, die sich an den Bedürfnissen und Interessen der Kinder orientieren. Thematisch gestaltete Bereiche – etwa für Kreativität, Bewegung, Rückzug oder gemeinsames Spiel – schaffen Struktur und Übersichtlichkeit in den kindlichen Erfahrungs- und Lernwelten. Gleichzeitig bieten sie ausreichend Flexibilität, um auf sich wandelnde Anforderungen reagieren zu können.

Die Lernräume…
…sind flexibel nutzbar, um individualisiertes Lernen und kooperative Lernformen zu ermöglichen (z.B. zum Erledigen von Übungszeiten). Unterschiedliche Lernbereiche bieten unterschiedliche Möglichkeiten für die Erledigung schulischer Lerninhalte und schaffen gute Arbeitsbedingungen für die Kinder. Einige dieser Räume (mit * gekennzeichnet) werden sowohl im Vormittags- als auch im Nachmittagsbereich genutzt.

Der Bau- und Konstruktionsbereich…
…lädt dazu ein, mit unterschiedlichen Materialien wie z.B. Playmobil, Lego oder
Kapla-Steinen Bauwerke entstehen zu lassen. Autos, Eisenbahnen oder andere belebende Spielmaterialien stehen den Kindern für die Entstehung kreativer und phantasievoller Miniaturwelten zur Verfügung.

Die Leseecke oder Bücherei*…
…sind Rückzugsorte, die zum Verweilen einladen und in denen sich Kinder allein oder gemeinsam mit Freunden einer Vielzahl unterschiedlicher Kinderbücher widmen können. Freude am Lesen zu vermitteln steht hier im Vordergrund. Freies „Durchstöbern“ von Büchern, das Lesen von Comics, Kinder- und Sachbüchern oder gemeinsame Vorlesestunden mit den pädagogischen Fachkräften fördern die Lese-, Sprach- und Sozialkompetenz der Kinder.

Die Spielebereiche…
…umfassen eine große Auswahl unterschiedlicher Gesellschaftsspiele. Im Zeitalter der Digitalisierung stellen herkömmliche Karten- und Brettspiele eine wichtige kommunikative Alternative zu Computern oder Tablets dar. Spiele jeglicher Art sind bei den Kindern immer beliebt. Auch Puzzle sorgen für Abwechslung am Nachmittag.

Die Kreativbereiche…
…befähigen Kinder, sich eigenständig mit unterschiedlichsten Materialien auseinander-zusetzen, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen und feinmotorische Bewegungsabläufe zu fördern. Jedes Kind hat die Möglichkeit, durch freie oder angeleitete Angebote künstlerisch tätig zu werden.

Der Rollenspielbereich…
…ermöglicht Kindern in Fantasiewelten einzutauchen und sich spielerisch in die Welt der Erwachsenen hineinzuversetzen. Hier werden erlebte Alltagssituationen nachgespielt und verarbeitet. Rollenspiele fördern die Kreativität und sind eine typische Form des kindlichen Spielens.

Der Ruheraum und unsere Hochebenen…
…dienen als Rückzugsorte für Kinder.

Unsere Essensräume…
… sind mehr als nur ein Ort zum Essen, sie bieten:

  • eine kindgerechte und einladende Umgebung
  • gesunde, ausgewogene Mahlzeiten
  • Raum für Kommunikation und soziales Lernen
  • die Möglichkeit zur selbstbestimmten Essensgestaltung

Wir begleiten die Kinder dabei und sorgen für eine Atmosphäre, in der sich jedes Kind wohlfühlen kann.

Die Sporthalle…
…dient als Ort für Freispiel, sportliche Aktivitäten und Bewegungsangebote wie Fußball, Hockey, Tanzen und Turnen.

Die Fachräume…
…stehen den Kindern und Fachkräften nach Absprache mit der Schulleitung und den Lehrkräften zur Verfügung (z. B. Musikraum, Kunstraum, Klassenraum oder Aula).

Das Außengelände…
…lädt dazu ein, die unterrichtsfreie Zeit im Freien zu verbringen, sich zu bewegen, spannende Dinge auszuprobieren und immer wieder Neues zu entdecken. Vielfältige Spielgeräte, Fahrzeuge und Materialien stehen den Kindern im Freispiel auf dem Schulhof zur Verfügung.

Aufnahmeverfahren

Alle Kinder, die einen gesetzlichen Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung haben, erhalten einen Betreuungsplatz.

Darüber hinaus steht das Angebot der Offenen Ganztagsschule gemäß den Vorgaben des Landes Schleswig-Holstein allen Schülerinnen und Schülern der Schule offen. Unser Ziel ist es, allen Schulkindern eine verlässliche ganztägige Betreuung und Förderung während ihrer gesamten Grundschulzeit zu ermöglichen. Eltern können ihre Kinder ganzjährig für das Nachmittagsangebot anmelden.

Kündigung der Betreuung

Der Betreuungsvertrag kann von beiden Seiten jeweils zum Ende eines Schulhalbjahres gekündigt werden. Die schriftliche Kündigung muss fristgerecht eingereicht werden:

  • Für eine Beendigung zum Ende des ersten Schulhalbjahres: spätestens vier Wochen vorher
  • Für eine Beendigung zum Ende des zweiten Schulhalbjahres: ebenfalls spätestens vier Wochen vorher

Beim Übergang eines Kindes auf eine weiterführende Schule endet der Betreuungsvertrag automatisch mit dem Abschluss des laufenden Schuljahres.

Finanzierung

Die Finanzierung stützt sich im Wesentlichen auf die Entgelte für die jeweils gebuchte Betreuungszeit. Diese Beiträge werden anteilig von den Eltern getragen und durch den Schulträger festgelegt. Zur Sicherstellung sozialer Teilhabe kommt die Sozialstaffel der Stadt Kaltenkirchen zur Anwendung. Sie gewährleistet, dass kein Kind aus finanziellen Gründen vom Angebot ausgeschlossen wird.

Verlässliche Gruppenstruktur – Orientierung und Gemeinschaft im Schulalltag

Jedes Kind ist nach dem Unterricht einer festen Gruppe zugeordnet und wird dort von den zuständigen Mitarbeitenden der Nachmittagsbetreuung herzlich empfangen. Diese Struktur bietet den Kindern eine vertraute Anlaufstelle und schafft zugleich klare Ansprechpersonen für Eltern und Lehrkräfte – sei es für Gespräche, Rückfragen oder organisatorische Absprachen.

Gleichzeitig verstehen wir uns als ein gemeinsames pädagogisches Team. Wir tragen Verantwortung für alle Kinder, unabhängig von ihrer Gruppenzugehörigkeit. Eltern können sich mit ihren Anliegen jederzeit an jede Fachkraft wenden und wissen, dass sie gehört und unterstützt werden.

Diese offene und verlässliche Struktur fördert nicht nur Orientierung und Sicherheit, sondern auch das Miteinander und die Zusammenarbeit im Schulalltag.

Ankommen und Verabschieden – selbstständig und gut begleitet

Vor und nach dem Unterricht werden die Kinder von uns verlässlich empfangen. Jedes Kind meldet sich eigenständig über die Anwesenheitsliste in seiner Gruppe an und gestaltet den Nachmittag entsprechend der eigenen Interessen.

Wir legen großen Wert darauf, die Selbstständigkeit und Verantwortungsbereitschaft der Kinder zu fördern. Auch beim Verlassen der Betreuung, sei es durch Abholung oder eigenständig, melden sich die Kinder bei einer Fachkraft ab und tragen sich selbstständig an der Anwesenheitsliste aus.

Im Laufe der Jahre werden die Kinder altersgemäß begleitet und darin bestärkt, Verantwortung für ihre eigene Orientierung und für Transparenz im Alltag zu übernehmen. So wachsen sie Schritt für Schritt in eine selbstbestimmte und achtsame Haltung hinein.

Die Tausendfüßler Stiftung ist seit 1995 ein verlässlicher Partner für Kinder, Familien, Schulen und die Stadt Kaltenkirchen. Ihr Engagement umfasst ein breites Spektrum – von Frühen Hilfen über Kindertagespflege und Kitas bis hin zur Schulkindbetreuung, Schulsozialarbeit und der Koordination Offener Ganztagsangebote an Grund- und weiterführenden Schulen. Ergänzt wird das Angebot durch offene und aufsuchende Jugendarbeit, ein Familienzentrum und ein Mehrgenerationenhaus.

An den Grundschulen Flottkamp, Lakweg und Alter Landweg begleitet und betreut die Stiftung Kinder vor und nach dem Schulunterricht sowie in den Ferien. Mit Blick auf den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ab 2026 gestaltet die Tausendfüßler Stiftung in enger Zusammenarbeit mit den Grundschulen und dem Schulträger die Schulen als ganzheitliche Lern- und Lebensorte weiter.

Die Stiftung reagiert auf gesellschaftliche Veränderungen wie berufstätige Eltern, kulturelle Vielfalt und soziale Unsicherheiten. Sie setzt auf kindzentrierte Pädagogik, multiprofessionelle Zusammenarbeit und eine enge Vernetzung mit Familien und schulischen Partnern. Ziel ist eine zukunftsorientierte Betreuung, die Lernen, soziale Entwicklung, Gesundheit und Wohlbefinden gleichermaßen fördert.

Wir legen großen Wert darauf, qualifiziertes und engagiertes Personal für unser Schulleben zu gewinnen, gezielt zu fördern und langfristig zu binden. So schaffen wir Kontinuität und ermöglichen eine nachhaltige Weiterentwicklung unserer pädagogischen Arbeit.

Unser Schulteam ist so vielfältig wie die Kinder und Familien, die wir begleiten. Mit der Tausendfüßler Stiftung als professionellem und langjährigem Träger arbeiten wir vertrauensvoll und erfolgreich zusammen.

Engagierte Leitungskräfte, Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte und Betreuungspersonen bilden stabile und leistungsfähige Teams. Die individuellen Stärken jedes Einzelnen werden gezielt im Sinne der Kinder und Familien eingesetzt und wertgeschätzt – für ein gemeinsames, lebendiges und unterstützendes Miteinander.

Neben den Lehrkräften im Unterricht arbeiten an unserer Schule Fachkräfte aus der Erziehung, Sozialpädagogik und Betreuung mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen. Sie überzeugen nicht nur durch ihre fachliche Qualifikation, sondern vor allem durch persönliche Eignung und Einfühlungsvermögen in der täglichen Begleitung der Kinder.

Alle an Schule tätigen Personen sind mit den schulischen Rahmenbedingungen vertraut, identifizieren sich mit ihrer Aufgabe und bringen ihre Kompetenzen, Erfahrungen und Ideen aktiv in den Schulalltag ein. So entsteht ein lebendiges, unterstützendes und kindgerechtes Miteinander.

Leitung im Team – gemeinsam für Qualität im Ganztag

Die Koordination des Ganztagsangebotes ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die pädagogische und organisatorische Verantwortung miteinander verbindet. Um der Vielfalt und dem Umfang dieser Aufgabe gerecht zu werden, setzen wir auf ein starkes Leitungsteam, das den Nachmittag gemeinsam gestaltet.

Durch die enge Zusammenarbeit und die fachliche Ergänzung lassen sich Aufgaben in enger Abstimmung mit der Schulleitung effizienter bewältigen und die Qualität der Angebote langfristig sichern. Eine teamgeleitete Führung bringt viele Vorteile mit sich, insbesondere in Bezug auf folgende Aspekte:

  • Verlässliche Erreichbarkeit
  • Transparente und fundierte Entscheidungsprozesse
  • Klare Zuständigkeiten und ausgewogene Aufgabenverteilung

So entsteht eine stabile Struktur, die sowohl den Bedürfnissen der Kinder als auch den Anforderungen des Schulalltags gerecht wird. Das Leitungsteam der Grundschule am Lakweg trägt gemeinsam Verantwortung und gestaltet Entwicklung aktiv mit.

Vor- und Nachbereitung – gemeinsam Qualität sichern

Ein kontinuierlicher Informationsaustausch, regelmäßige Dienst- und Fallbesprechungen, gemeinsame Planungen sowie Reflexion und Feedback sind zentrale Bestandteile für einen gelingenden Nachmittag. Sie bilden die Grundlage dafür, den steigenden Qualitätsansprüchen in der Betreuung einer wachsenden Zahl von Kindern gerecht zu werden.

Vertretungspool – gemeinsam flexibel bleiben

Um eine verlässliche Betreuung an allen Grundschulstandorten sicherzustellen, hat die Tausendfüßler Stiftung einen internen Vertretungspool eingerichtet. Auch wenn jeder Schulstandort eigenständig arbeitet, verstehen sich alle Beteiligten als Teil eines gemeinsamen Ganzen.

Dieses Verständnis zeigt sich in der standortübergreifenden Zusammenarbeit. Die Stiftung entwickelt gemeinsam Lösungen zur kontinuierlichen Verbesserung der pädagogischen Arbeit und unterstützt sich gegenseitig bei personellen Engpässen, zum Beispiel im Krankheitsfall. Auf diese Weise wird auch bei kurzfristigen Veränderungen eine stabile und verlässliche Betreuung für Kinder und Eltern gewährleistet.

Kooperationspartner

Gute Ganztagsschulen sind eng mit ihrem sozialen Umfeld vernetzt und gestalten den Sozialraum aktiv mit. Sie binden Eltern und Familien in das schulische Leben ein und kooperieren mit außerschulischen Partnern wie Sportvereinen, Musikschulen, Jugend-einrichtungen und lokalen Unterstützungsangeboten. Ziel ist es, eine hohe Qualität und Vielfalt der Angebote sicherzustellen, eine positive Lernkultur zu fördern und die Schule als ganzheitlichen Lern- und Lebensort für alle Kinder zu gestalten.

Ein zentrales Element ist die Entwicklung eines vielfältigen Freizeit- und Kursangebots. Diese Angebote sollen perspektivisch in Zusammenarbeit mit externen Partnern geplant und umgesetzt werden.

Freiwilliges Soziales Jahr

Junge Menschen am Ende ihrer Schulzeit stehen vor der wichtigen Entscheidung, wie ihr beruflicher Weg aussehen soll. Viele haben noch keine konkreten Vorstellungen und möchten zunächst praktische Erfahrungen sammeln, bevor sie sich für eine Ausbildung oder ein Studium entscheiden.

Um ihnen Einblicke in soziale Berufsfelder zu ermöglichen, bieten wir im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) jungen Erwachsenen die Möglichkeit, unser Team zu verstärken. Unter fachlicher Anleitung unterstützen die Freiwilligen unsere Fachkräfte im Alltag und übernehmen dabei zunehmend Verantwortung – für sich selbst und für andere.

Als fester Bestandteil unseres Teams können die FSJ-Kräfte ihre persönlichen Stärken, Interessen und ihr Engagement aktiv einbringen und weiterentwickeln. Im Verlauf des Freiwilligendienstes fördern wir gezielt ihre sozialen, kulturellen, interkulturellen und persönlichen Kompetenzen.

Konzeption als PDF herunterladen (nicht barrierefrei)

 

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