St. Martinsfest des Tausendfüßler

„Wo ist das Pferd, wo ist das Pferd?“

Selbstgebastelte Laternen, leuchtende Monde, der Geruch des Lagerfeuers, mittelalterliche Klänge und aufgeregte Kinderstimmen in der
Dunkelheit – Eindrücke, die bereits seit 1993 das traditionelle St. Martinsfest des Tausendfüßler Vereins im Krückauring begleiten. Viele Eltern waren auch dieses Mal mit ihren Kindern gekommen, um die Geschichte des heiligen St. Martin zu hören.

Kleine Vorbereitungen waren noch zu treffen, denn der heilige Martin, in diesem Jahr hieß er Tim (9 Jahre), musste erst auf sein Pferd
steigen und den roten Umhang anlegen. Eine Mutter aus dem Kindergarten hatte extra für dieses Fest ihr Pferd zur Verfügung gestellt. Ungeduldige Kinderstimmen „Wo ist das Pferd?“ schallten durch die Dunkelheit und so mancher konnte es kaum erwarten, dass die Geschichte begann.

Die Tausendfüßler hatten sich auch in diesem Jahr besonders viel Mühe gegeben: Eine mittelalterliche Stadt war aufgebaut worden, Beleuchtung sorgte für gute Sicht, das Feuer loderte und mittelalterliche Klänge stimmten alle kleinen und großen Besucher auf das Martinsfest ein. Die Hortkinder der Grundschule Flottkamp hatten ihre Kostüme angelegt und führten stolz die Geschichte des heiligen St. Martin auf, bevor das Martinslied gesungen wurde.

Mit einem Liedchen stimmten sich die Kinder und ihre Eltern ein, bevor der Laternen-Umzug, angeführt von Tim auf dem Pferd, durch den
Krückaupark führte. Anschließend warteten heißer Punsch, Kakao und Glühwein auf die durchgefrorenen Laternegänger. Die Kinder freuten sich besonders auf ihren „Stutenkerl“ – ein aus Hefeteig gebackenes Männlein, hübsch verziert mit Rosinen, Zucker und Gipspfeife, der sicherlich so manches Abendbrot ersetzte. In kalter, klarer Abendluft fand auch das diesjährige Martinfest in geselliger Runde – und bei Mondschein – seinen Ausklang.

Frauke Bederke

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.